EMM aus der Cloud

Einheitliche Plattform für kleinere Unternehmen

Die Cloud-Nutzung wächst kontinuierlich. Die Vorteile vor allem für kleinere Unternehmen sind eindeutig: Sie können zu überschaubaren Kosten komplexe Lösungen einsetzen, auch für Enterprise Mobility Management.

Etwa ein Drittel der Unternehmen in Deutschland nutzen Private-Cloud-Lösungen. Vor allem große und mittlere Unternehmen setzen auf diese Technologie, ergab der aktuelle Cloud-Monitor des IT-Branchenverbandes Bitkom. Konzerne und Großunternehmen sind besonders häufig Cloud-Fans, aber auch mittelständische Unternehmen beschäftigen sich mehr und mehr mit diesem Thema.

Doch noch sind längst nicht alle von Cloud Computing überzeugt. Zwar gibt es zahlreiche Cloud-Befürworter, aber der Anteil der Skeptiker wächst ebenfalls. Dagegen sinkt die Anzahl der unentschiedenen, so dass die Studie einerseits einen erhöhten Informationsstand in der Wirtschaft feststellt, aber andererseits eine Polarisierung der Meinungen erkennt.

Vorbehalte im Mittelstand

Vor allem mittelständische Unternehmen haben nach wie vor starke Vorbehalte gegenüber Lösungen wie Hosted oder Managed Cloud. Gar kein Thema ist die private Datenwolke bei kleineren Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern – nicht sehr verwunderlich, da viele Kleinunternehmen mangels Knowhow oder Budget keine eigenen Server betreiben können.

Auch Lösungen aus der Public Cloud werden im Mittelstand selten genutzt, Sicherheitsbedenken verhindern eine größere Verbreitung. Interessant ist aber, dass trotz des Misstrauens die Cloud-Nutzung ansteigt: Sehr langsam, aber kontinuierlich. Dies liegt in erster Linie an den zahlreichen, sehr attraktiven Business-Anwendungen. Sie bieten den Nutzern zahlreiche Vorteile.

Einige Beispiele: Collaboration, Customer Relationship Management (CRM) und Internet-Telefonie führen die Hitliste der Cloud-Anwendungen an. Doch auch spezifischere Geschäftsanwendungen wie Enterprise Resource Planning (ERP) und Business Intelligence (BI) werden auf niedrigem Niveau, aber immer häufiger aus der Public Cloud bezogen.

Auch Enterprise Mobility Management (EMM)-Suiten wie IBM Fiberlink MaaS360 kommen wahlweise aus der Cloud. Da es von Anfang an als Cloud-Lösung konzipiert wurde, kann es die Vorteile einer echten SaaS-Lösung (Software as a Service) ausspielen. Komfortabel ist beispielsweise die unmerkliche Aktualisierung der Software, sodass die Anwender ohne eigene Anstrengung immer mit der aktuellen Version arbeiten.

Bei jeder Art von Geschäftsanwendung von CRM bis EMM gilt dagegen: Der Betrieb in Eigenregie ist keine triviale Aufgabe. Er erfordert eine große Menge an Know-how, finanziellen und personellen Ressourcen. Denn ein eigener Server muss ständig mit Sicherheits-Updates versorgt, gegen Angriffe geschützt sowie überwacht und administriert werden.

Kosteneffizienz durch Abrechnung nach Nutzern

Gerade kleinere Unternehmen haben ohne Cloud nur zwei Optionen: Der Verzicht auf eine moderne IT-Lösung oder der risikoreiche Betrieb in den eigenen vier Wänden. Cloud-Lösungen wie MaaS360 entlasten die Unternehmen von allen Aufgaben jenseits der Bedienung. Auf diese Weise können sich IT-Mitarbeiter bei begrenztem Budget ausschließlich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und müssen keine zeitaufwendige Wartung von Software und Hardware ausführen.

Dies bedeutet für kleine und sogar kleinste Unternehmen eine Chance, an der mobilen Transformation der Wirtschaft teilzunehmen. Sie können die gleiche "Enterprise Mobility" wie ein Konzern nutzen, auch wenn lediglich ein Dutzend Mobilgeräte verwaltet werden müssen. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Die Unternehmen sind nun technisch auf Augenhöhe mit deutlich größeren Organisationen.

Bei Cloud-Lösungen wirkt die Skalierung also auch in umgekehrter Richtung, was sich sogar finanziell auswirkt. Nur bei typischen Cloud-Abrechnungsmodellen nach Anzahl der Nutzer ist der Betrieb einer sehr kleinen Installation kosteneffizient möglich. Darüber hinaus ist es auch kein Problem, wenn plötzlich ein paar neu eingestellte Mitarbeiter die Mobility-Lösungen nutzen sollen.

Letztlich ist es für jedes Unternehmen ein Abwägungsprozess, ob eine Cloud-Lösung infrage kommt oder nicht. Dies kann sicher nicht generell entschieden werden, sondern immer nur anhand der Art des Einsatzes. Eines ist jedoch nach Ansicht der Autoren der Bitkom-Studie deutlich zu sehen: „Der Branchen-, Wettbewerbs- und Kostendruck nimmt zu. Die (partielle) Nutzung von Cloud-Computing wird voraussichtlich unumgänglich.“

 

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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