Appifizierung

Enterprise Mobility heißt „Mobile Apps First“

In immer mehr Unternehmen spielen mobile Apps eine wichtige Rolle. Dies verändert die Aufgaben der IT, die nun auch Produktivität per Apps unterstützen muss.

Noch vor wenigen Jahren war Enterprise Mobility wie eine aufwändig gestaltete Marzipanverzierung auf einem Kuchen: Sieht super aus, aber satt wird man davon nicht. Das war die Zeit, als mobile E-Mail und Kalender eher Spielzeuge für das gehobene Management waren als echte Arbeitsmittel.

Diese Phase des „Mobile Last“ ist längst beendet, das Verhältnis von Enterprise Mobility und Corporate IT hat sich umgekehrt: Mobile First ist in den meisten Unternehmen die Devise. Damit sind aber nicht in erster Linie schicke Geräte gemeint, sondern Apps.

Eine Umfrage in der Online-Community „Enterprise Mobility Exchange EME“ bei rund 300 Mobility-Experten ergab, dass eine deutliche Mehrheit (62,5%) viel mehr in Apps investiert als in andere Aspekte von Enterprise Mobility.
Die wichtigsten Gründe dafür waren: die Erhöhung der Produktivität der Mitarbeiter (67,9%), die Effizienz im Betrieb (50%), Rentabilität (37,5%) und die Kundenzufriedenheit (35,7%).

Diese Zahlen passen zu der Vorhersage von Gartner, dass Mobil-App-Entwicklungsprojekte eine immer größere Bedeutung gegenüber den herkömmlichen PC-Lösungen bekommen. Die Berater von Gartner erwarten ein Verhältnis von 4:1 für Apps.

Appifizierung der Unternehmen

Befeuert wird dieser Trend durch den nach wie vor ungebrochenen Aufstieg der privat genutzten Apps. An erster Stelle sind hier natürlich Games, Fun-Apps und Social Media zu nennen, doch es gibt auch eine Vielzahl von professionellen Apps, die in Millionenzahl heruntergeladen worden sind.

Diese „Appifizierung“ der Software-Nutzung bei Privatleuten hat auf die Unternehmen einen gewissen Druck ausgeübt, auch berufliche Arbeiten und sogar Geschäftsprozesse als App anzubieten. Wer seine privaten Termine, Kontakte und Notizen einfach und komfortabel auf einem Smartphone einsetzen kann, erwartet dies natürlich auch in seinem Job.

In der Konsequenz wächst der Markt für Enterprise Mobility deutlich. Er soll in diesem Jahr einen Gesamtwert von 30 Milliarden US-Dollar erreichen, erwartet die Venture-Capital-Gesellschaft Kleiner Perkins (KPCB).

In immer mehr Unternehmen spielen mobile Apps eine wichtige Rolle bei der Zusammenarbeit von Mitarbeitern, der Kommunikation mit den Kunden und natürlich beim Wachstum des Unternehmens.

In einem Whitepaper für Unternehmen erörtert IBM die mobile Transformation der Unternehmen und betrachtet die Rolle der IT als Unterstützer einer App-basierten Produktivität und Zusammenarbeit in den Unternehmen. Es ist das erste Whitepaper aus einer dreiteiligen Serie zu allen Aspekten von Enterprise App Management.


Die KPCB-Studie „Internet Trends“
Der EME-Bericht “Global State of Enterprise Mobility”

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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