Enterprise Mobility

MDM ist tot, es lebe EMM

Was bisher Mobile Device Management (MDM) hieß, hat sich längst zum umfassenden Enterprise Mobility Management (EMM) verdichtet.

Hinter IBM MaaS360 steckt ein umfassendes Cloud-Konzept für Enterprise Mobility Management: Die mobilen Anwender arbeiten mit allen vorhandenen und zukünftigen Apps, Systemplattformen und Geräten.

Morgens um sieben ist die Welt der Admins noch in Ordnung. Doch gleich geht es los: Die Frühaufsteher im Meeting-Raum laden mit ihren Tablets ein paar Präsentationen vom Teamordner. Wer gerade mit Bus oder Bahn unterwegs ist, checkt kurz mit dem Smartphone die Mail. Ein paar Manager loggen sich aus dem ICE mit Ultrabooks in das BI-Cockpit ein. Und Mitarbeiter im Homeoffice verbinden sich via DSL mit den ERP- und CRM-Systemen.

Der Gerätezoo in den Unternehmen wächst ständig und auch die Zahl der zu unterstützenden Betriebssysteme hat das halbe Dutzend erreicht. Mobile Anwender sind nichts Neues. Laptops und Notebooks gibt es schon ewig und als die Blackberrys zu gängigen Manager-Tools wurden, kam der Begriff Mobile Device Management (MDM) auf.

Doch inzwischen geht es gar nicht mehr in erster Linie darum, Hardware anzuschließen. Es geht darum, Anwendungen, Dokumente und Geschäftsprozesse mobil verfügbar zu machen. Diese Entwicklung zeigt sich deutlich bei dem bekannten Gartner Magic Quadrant zu MDM. Das Beratungsunternehmen hat ihn umgetauft und statt MDM nun EMM darüber gesetzt: Enterprise Mobility Management.

Produktivität für die Anwender

Darunter wird nicht lediglich Software verstanden. Es geht vielmehr um Prozesse und Technologien, die einem Unternehmen mobile Geschäftsmodelle aller Art erlauben soll. Der neue Begriff wird der Marktentwicklung auch deutlich gerechter als MDM.

Der EMM-Sektor wird vom Marktforschungsunternehmen 451 Research auf einen Gesamtumsatz von 3,8 Milliarden Dollar für das Jahr 2014 geschätzt. Die Analysten gehen davon aus, dass der Markt innerhalb der nächsten vier Jahre auf etwa 9,8 Milliarden Dollar anwachsen wird. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von ungefähr 22 Prozent.

Die Technologie entwickelt sich ständig weiter. Aufgabe der IT ist nicht mehr, Mobilität überhaupt erst zu ermöglichen. In erster Linie soll sie einer wachsenden Anzahl von mobilen Anwendern höchste Produktivität erlauben. Einige Hersteller reden sogar schon von EMM 2.0, da inzwischen auch klassische Notebooks von ihren Tools verwaltet werden.

Dabei steigen aber auch die Anforderungen an die IT-Organisationen in den Unternehmen. Ethernet, WLAN, externe Zugänge via DSL und Mobilfunk, Zugriffe über öffentliche WiFi-Netzwerke – viele Wege führen ins Rechenzentrum.

Eine der Kernaufgaben von EMM ist deshalb die Garantie einer sicheren, stabilen und leicht verwaltbaren Konnektivität. Das ganze muss problemlos skalierbar, via Monitoring-Software kontrollierbar sowie benutzerfreundlich sein. Und es sollte natürlich wie die ganze IT die 24*7-Anforderung erfüllen.

Leichte Skalierbarkeit mit der Cloud

Gut möglich, dass sich ein großer Konzern mit tausenden Mitarbeitern und einer entsprechend großen IT-Abteilung davon nicht schrecken lässt. Doch was machen mittelständische Unternehmen?

Sie haben glücklicherweise eine gute Option: Cloud Computing. Genauer gesagt Software as a Service (SaaS). Hinter diesem Kürzel verbirgt sich eine via Internet nutzbare Software, die ausschließlich für Non-IT-Anwender gedacht ist.
Cloudservices dieser Art lassen sich ohne Aufwand für die Installation von Hard- und Software, ohne Konfigurationsprobleme und auch ohne speziell geschultem Personal einsetzen. Der Anbieter sorgt jetzt für den störungsfreien Betrieb. Die interne IT des Unternehmens kann sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.
Eine umfassende EMM-Cloud wie IBM MaaS360 wird wie andere Lösungen dieser Art über ein zentrales Portal eingerichtet, verwaltet und abgesichert. Dahinter steckt ein umfassendes Konzept für Enterprise Mobility Management: Die mobilen Anwender arbeiten mit allen vorhandenen und zukünftigen Apps, Systemplattformen und Geräten.

Die Unternehmen müssen den Cloudservice lediglich nutzen, Sicherheitsregeln, gekapselte Container für E-Mails, Dokumente und andere Daten können einfach per Mausklick angewandt werden. Der größte Vorteil einer solchen Lösung ist aber die leichte Skalierbarkeit. Dadurch ist sie in Unternehmen aller Größenordnungen einsetzbar – auch wenn die IT nur aus einem Admin besteht.

 

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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