Thyssen Krupp mit präventiver Service- und Wartungslösung

Verfügbarkeit von Aufzügen erhöhen

Microsoft Azure sorgt für höhere Ausfallsicherheit bei Fahrstühlen

Rund eine Milliarde Menschen nutzen täglich den Aufzug. Mit zunehmender Urbanisierung erhöht sich diese Zahl noch weiter: Alleine in den nächsten drei Jahrzehnten wird die städtische Bevölkerung um drei Milliarden Menschen zunehmen. Um die Fahrt mit dem Aufzug noch komfortabler und effizienter zu machen, startet Thyssen Krupp die vorausschauende Service-Lösung Max. Diese basiert auf den Microsoft Azure IoT-Diensten (Internet of Things). Das Ziel: die Verfügbarkeit von Aufzügen zu erhöhen und Transportkapazitäten in Gebäuden zu verbessern. Mit der Lösung können Ausfälle reduziert werden. Insgesamt bis zu 95 Millionen Stunden pro Jahr an zusätzlicher Verfügbarkeit wären bei einer weltweiten Installation möglich.

Die präventive Service- und Wartungslösung soll die Ausfallzeiten vorhandener und neuer Aufzüge um die Hälfte verringern können. Aufzüge senden ihre Daten zukünftig in die Cloud und geben Service-Technikern eine Übersicht über den aktuellen Zustand. In Echtzeit senden die Anlagen Informationen über erforderliche Reparaturen, den Austausch von Komponenten und ermöglichen eine proaktive Systemwartung.

Meistgenutztes Transportmittel der Welt

Derzeit befördern zwölf Millionen Aufzüge weltweit insgesamt eine Milliarde Personen pro Tag. Damit ist der Aufzug das meistgenutzte und gleichzeitig auch sicherste Transportmittel der Welt. Insgesamt sind diese Aufzüge jedoch aufgrund von Wartungsarbeiten 190 Millionen Stunden außer Betrieb. Mithilfe der neuen Service-Lösung sollen die Ausfallzeiten um die Hälfte verringert werden.

Auf Basis der Microsoft Azure IoT-Dienste werden in Echtzeit Daten der vernetzten Aufzüge gesammelt und die verbleibende Lebensdauer wichtiger Systeme und Komponenten mithilfe von Algorithmen berechnet. Rund 20.000 Techniker und Ingenieure bekommen mit Max einen verlässlichen Partner. Mehr noch: Gebäudeeigentümer werden im Voraus informiert, um Systeme oder Komponenten rechtzeitig zu reparieren oder auszutauschen. Dies macht Wartungsarbeiten planbarer und vermeidet Ausfälle. In einem derartig vernetzten Gebäude sinkt die Wartezeit für Aufzüge. Für Fahrgäste bedeutet das weniger Stress, zusätzlichen Komfort und mehr Zeit für die wichtigen Dinge.

„Wir wollen neue Maßstäbe in unserer Branche setzen“, kommentiert Andreas Schierenbeck, Vorstandsvorsitzender von Thyssen Krupp Elevator, die Service-Lösung. „Die Aufzugsindustrie wird seit Jahrzehnten von bewährter Technik geprägt. Heutige Städte benötigen aber innovative Technologien, um zukünftige Herausforderungen der Urbanisierung zu bewältigen. Wir sind stolz auf unsere Zusammenarbeit mit Microsoft. Das Unternehmen wird uns in das digitale Zeitalter begleiten und gemeinsam den Service von Aufzugsystemen revolutionieren. Max ist neben Innovationen wie dem Twin-Aufzug und der seillosen Multi-Technologie der zweite Eckpfeiler unserer Strategie. Insbesondere die Mehrkabinentechnologie von Multi wird den Platzbedarf von Aufzugsystemen reduzieren, sodass in Gebäuden zusätzlicher Wohn- und Gewerberaum entstehen kann.“

Kevin Turner, Chief Operating Officer, Microsoft Corporation, fügt hinzu: „Mit den Microsoft Azure IoT-Diensten vernetzen wir sicher und effizient Millionen von Komponenten für Thyssen Krupp. So unterstützen wir die Integration und Analyse der Daten und ermöglichen den Schritt vom reaktiven zum proaktiven Geschäftsmodell. Mithilfe intelligenter Daten lässt sich das Service-Geschäft revolutionieren und die Zusammenarbeit mit Gebäudemanagern verbessern.“

Vernon Turner, Senior Vice President von Enterprise Systems und IDC Fellow for The Internet of Things, meint hierzu: „Thyssen Krupp ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Analyse von Telemetriedaten – übermittelt von den weltweit installierten Aufzügen – dabei hilft, die Ausfallzeiten der Anlagen durch vorausschauenden Service zu minimieren.”

In den ersten 18 Monaten sollen bereits 180.000 Anlagen in Nordamerika und Europa mit Max ausgestattet werden. USA, Deutschland und Spanien sind dabei Pilotländer. In zwei Jahren soll die Lösung auf alle Kontinente ausgeweitet werden und dann für rund 80 Prozent aller weltweiten Aufzüge zur Verfügung stehen.

Urbanisierungstrends und der globale Aufzugmarkt

Prognosen zufolge werden am Ende dieses Jahrhunderts rund 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Im Zeitalter smarter Technologien spielen Unternehmen wie Thyssen Krupp eine zentrale Rolle: Sie nutzen die Chancen der Urbanisierung, indem sie die Städte von morgen so effizient und nachhaltig wie möglich gestalten.

Urbanisierung ist ein unaufhaltsamer Trend. Bis 2025 müssen deshalb zusätzliche 85 Prozent der städtischen Baufläche nutzbar gemacht werden. In ähnlichem Umfang wird die Zahl der benötigten Aufzüge steigen. Bis 2020 wird die globale Nachfrage nach Mobilitätslösungen wie Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige über vier Prozent jährlich auf 61 Milliarden Euro steigen. Der Service dieser Anlagen wird auf rund die Hälfte dieser Summe beziffert.

Aufzüge und urbane Effizienz

Mit zunehmender Gebäudehöhe wird die Rolle des Aufzugs immer wichtiger: Wartezeiten müssen daher auf ein Minimum begrenzt werden. Auch wenn es für den einzelnen Fahrgast nicht immer spürbar ist, so stellt die addierte Gesamtwartezeit eine Herausforderung dar. Innerhalb der nächsten 35 Jahre werden voraussichtlich drei Milliarden Menschen zusätzlich in Städte ziehen; die Effizienz vorhandener Aufzüge muss daher verbessert werden, um die Stadt der Zukunft zu einem lebenswerteren Ort zu machen.

Eine Studie der US-amerikanischen Columbia University zum Thema Aufzüge ergab erstaunliche Resultate: In nur einem Jahr verbrachten New Yorker Büroangestellte insgesamt 16,6 Jahre mit dem Warten auf Aufzüge. Durch die Nutzung von Max würden diese somit zusammengefasst über acht Jahre an Zeit einsparen.

Bildquelle: Thinkstock/ Digital Vision

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