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Warum Druckersicherheit ein zentrales Thema sein sollte

Sicherheitslücke Drucker und Multifunktionsgeräte

Während Netzwerkkomponenten wie PCs, Server und Mobilgeräte aufwendig geschützt sind, werden Ausgabegeräte wie Drucker und Multifunktionsgeräte häufig übersehen. Dabei verfügen auch sie – genauso wie ein PC – über intelligente Betriebssysteme und Festplatten sowie direkte Netzwerkanbindungen. Bleiben sie ungeschützt, sind sie potentielle Einfallstore für Hackerangriffe.

In einer kürzlich im Auftrag von HP durchgeführten Studie von Spiceworks¹ betrachteten nur 18 Prozent der befragten IT-Experten Drucker hinsichtlich Sicherheitsbedrohungen oder Sicherheitsverstößen als mittleres oder großes Risiko. Demgegenüber beklagten nach Angaben des Ponemon Institute² 92 Prozent der Forbes-Global-2000-Unternehmen im vergangenen Jahr jedoch Datenschutzverletzungen. Die durchschnittlichen Folgekosten eines Datenlecks betragen nach der Studie inzwischen 3,5 Mio US-Dollar (ca. 3,9 Mio Euro).

Drucker scheinen sehr häufig der wunde Punkt in der Unternehmenssicherheit zu sein. Sind sie nicht richtig geschützt, können sie zu einem enormen Sicherheitsrisiko werden und einen hohen finanziellen Schaden bedeuten.

Risiken und neue regulatorische Bestimmungen

Hacker können Drucker mit Netzwerkanbindung z.B. dafür verwenden, Faxe umzuleiten, Druckeinstellungen zu ändern, gespeicherte Kopien von Dokumenten abzurufen oder Druckdaten bei der elektronischen Übertragung an die Ausgabegeräte abzufangen. Am beunruhigendsten ist jedoch, dass ungeschützte Drucker unerlaubten Zugang zum Unternehmensnetzwerk bieten, über den Hacker Zugriff auf sensible, private oder vertrauliche Daten erhalten.

Zusätzlich zu den potentiellen Risiken und Kosten durch Cyberangriffe sind Unternehmen in immer mehr Branchen zunehmend durch regulatorische Bestimmungen verpflichtet, Maßnahmen zur IT-Sicherheit umzusetzen und nachzuweisen. Dazu gehört auch die Druckumgebung. Dies wird nach einer Novellierung des BSI-Gesetzes (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) von Betreibern kritischer Infrastrukturen im öffentlichen und privaten Sektor, wie beispielsweise Banken und Versicherungen, verlangt.

Um die Drucksicherheit zu gewährleisten, sollten folglich die Drucker selbst, die Daten und die Dokumente gesichert werden. Für den Schutz der Drucker ist entscheidend, Sicherheitsbedrohungen durch Schadprogramme und Cyberangriffe zu beseitigen. Viele Geräte aus den Klassen HP LaserJet Enterprise, HP OfficeJet X Enterprise und HP PageWide Enterprise haben wesentliche Sicherheitsfunktionen integriert. Dank HP Sure Start können die Drucker böswillige Angriffe auf das BIOS erkennen und abwehren. Sie besitzen einen BIOS-Schutz, der ein kompromittiertes BIOS erkennt und bei Bedarf automatisch repariert. Über HP Whitelisting wird sichergestellt, dass nur signierte und nichtmanipulierte Firmware geladen und ausgeführt werden kann. Zudem erkennt die systeminterne Speicherüberwachung (HP Runtime Intrusion Detection) Manipulationen oder Angriffe im Betriebsmodus.

Sicherheit für Drucker, Daten und Dokumente

Hinsichtlich des Schutzes der Daten sind Administratorkennwörter ebenso dringend ratsam wie die Deaktivierung nicht benötigte Netzwerkprotokolle oder die Verschlüsselung der internen Festplatten. Verschlüsselungsprotokolle verhindern zudem das Abfangen von Druckjobs bzw. Dokumenten während der Übertragung über das Netzwerk oder aus dem Druckerspeicher. Die Lösung HP JetAdvantage Security Manager leistet hier wertvolle Dienste, indem mit ihr ganz einfach Drucksicherheitsrichtlinien mit sicheren Geräteeinstellungen erstellt, auf die einzelnen Geräte ausgerollt, permanent überwacht und bei Bedarf automatisch korrigiert werden können. Abweichende Einstellungen, etwa die Rücksetzung auf Grundeinstellung nach einem Technikereinsatz, werden automatisch erkannt und korrigiert.

Zum Schutz vertraulicher Dokumente im Ausgabeschacht sollte unbedingt eine Nutzerauthentifizierung in Form von PINs, Näherungskarten oder Chips vorgeschrieben sein. Dieses sogenannte Pull-Printing-Konzept stellt sicher, dass ein Druckauftrag nicht direkt ausgegeben, sondern auf einem geschützten Server zwischengespeichert wird. Die Ausgabe erfolgt erst, wenn sich der Absender des Druckauftrags zuvor am Drucker authentifiziert. Nebenbei lässt sich somit eine beträchtliche Druckkosteneinsparung erzielen, denn nicht abgeholte Ausdrucke oder Fehldrucke sind Vergangenheit. Druckaufträge können entweder vor der Ausgabe manuell oder nach Ablauf einer bestimmten Zeit automatisch gelöscht werden.

Mit sogenanntem PIN-Druck bietet HP eine kostenlose und im Druckertreiber integrierte Basislösung an, um Druckaufträge auf einzelnen Geräten zu speichern und zu schützen. HP Access Control hingegen ist eine umfassende Drucklösung mit Benutzerauthentifizierung für ein unternehmensweites Pull-Print Konzept.

Weitere Informationen:

 

 

¹ Umfrage von Spiceworks unter 107 IT-Experten in Unternehmen mit 250 oder mehr Mitarbeitern in Nordamerika, Europa, Afrika, China, dem Nahen Osten sowie dem asiatisch-pazifischen Raum im Auftrag von HP (Januar 2015).

² Ponemon Institute, „2015 Global Cost of a Data Breach Study“, Oktober 2015. Abrufbar unter https://securityintelligence.com/cost-of-a-data-breach-2015/

 

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