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Anpassen oder nicht anpassen – das ist hier die Frage

ERP-Systeme stehen erneut vor einem Wandel: Waren kundenspezifische Anpassungen lange Zeit fester Bestandteil von ERP-Projekten, läutet die Cloud eine Abkehr von dieser Vorgehensweise ein. Was spricht für, was gegen die Anpassungspraxis?

1990 war das Jahr der Deutschen Wiedervereinigung, des dritten Fußballweltmeistertitels und eines Akronyms, das die Industrie veränderte: Vor 25 Jahren prägte Gartner die Abkürzung ERP, die damals eine neue Klasse von Systemen für die Abbildung von Warenwirtschaft und Betriebsprozessen beschrieb. Zwar sind die Implementierungen aus den 90er Jahren in den meisten Unternehmen längst Geschichte. Doch einige Einstellungen aus dieser Zeit halten sich hartnäckig. So spaltet sich die Gemeinde der IT-Experten in der Fertigungsindustrie, wenn es Unkompliziertheit versus Funktionalität geht, in zwei Lager: Die einen setzen auf spezialisierte ERP-Software, um den aktuellen Bedarf an Prozessunterstützung abzubilden. Sie erhoffen sich wenig Änderungsbedarf und somit geringe Gesamtbetriebskosten. Die anderen sind davon überzeugt, dass erprobte, aber generische Lösungen mit tiefgreifenden individuellen Anpassungen die bessere Alternative sind. 

Tatsache ist: Durch das wachsende Angebot an Cloud-Lösungen stehen plötzlich neue Möglichkeiten offen, so dass es nicht länger um vermeintlich unkompliziertes Plug’n’Play oder um teuer erarbeitete Funktionalität geht. Das „postmoderne ERP-System”, wie bei Gartner zu lesen ist, lässt sich durch Cloud-Anwendungen zu geringeren Kosten beziehen, funktional leichter anpassen und als Grundlage für mehr Prozessflexibilität nutzen.


Beobachter sind sich einig, dass traditionelle ERP-Systeme eine endliche Lebensdauer aufweisen. Diese misst sich einerseits an dem Wert der Funktionalität, die die Software bei vertretbaren Kosten weiterhin bietet, und andererseits an der Funktionalität, die fehlt und die somit ein Wertpotenzial darstellt. Letzteres ist ein realer, wenn auch nicht besonders konkreter Kostenpunkt der Wettbewerbsfähigkeit und wird oft unterschätzt. Das lässt sich an der Lebensdauer eines ERP-Systems festmachen: Sie reicht von sieben am unteren Ende bis hin zu 20 Jahren am oberen Ende der Skala. 

Angesichts dessen, dass sich die Cloud als Basis für ERP-Projekte gerade erst etabliert, ist es nicht verwunderlich, dass viele ERP-Umsetzungen noch klassischen Pfaden folgen. Und die führen zumeist in Richtung Customizing: Eine von Panorama Consulting durchgeführte Studie zeigt, dass 90 Prozent der ERP-Lösungen zumindest kleinere Anpassungen aufweisen, während bei 36 Prozent über die Hälfte des Codes verändert wurde. 

Zum Thema Anpassungen hat Infor ein Whitepaper aufgesetzt, in dem Pro- und Kontra-Argumente gegenübergestellt werden. Zwar ist Skalierbarkeit gerade für mittelständische Unternehmen eine wichtige Voraussetzung für Wachstum. Eine solche Flexibilität ist dann gesichert, wenn Systeme nicht aufwändig verändert und damit releasefähig sind. Doch gibt es auch Gründe, warum Anpassungen in bestimmten Konstellationen weiterhin sinnvoll sind. Gerhard Knoch, Vice President und General Manager DACH bei Infor, bringt es auf den Punkt: „Es gibt keinen Königsweg, aber zahlreiche, branchenspezifische Erfahrungswerte, die Unternehmen in die richtige Richtung weisen. Wählen Sie eine Lösung, die flexibel genug ist, um sich an das Was-wäre-wenn in dieser Welt anzupassen, in dem wir heute agieren!”

Laden Sie sich hier das Whitepaper von Infor herunter!

Bildquelle: Infor ©

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