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Hochverfügbare Infrastrukturen für die Cloud: das T-Systems TwinCore-Rechenzentrum Biere

 

Auf der sicheren Seite mit der Cloud

Laut Gartner kostet eine Minute Downtime ein Unternehmen 5.600 US-Dollar. Jedes zweite Unternehmen hat keinen Notfallplan für IT-Sicherheitsvorfälle, stellen die Berater von Sopra Steria fest. Gleichzeitig gibt es aber heute kaum noch einen Geschäftsprozess, der ohne IT auskommt. Mit der Digitalisierung werden es täglich mehr. Verfügbarkeit und Sicherheit von IT-Infrastrukturen entscheiden daher über den unternehmerischen Erfolg. Wie es gelingt, eine solche IT bereitzustellen, erklärt Dr. Ferri Abolhassan, Geschäftsführer T-Systems und mit 30.000 Mitarbeitern und 6.000 Kunden weltweit verantwortlich für die IT Division.

Herr Dr. Abolhassan, als Geschäfts-führer der IT Division verantworten Sie das IT-Geschäft bei T-Systems. Können Sie kurz umreißen, wie wichtig das Thema Hochverfügbarkeit gerade für Cloud Computing ist?

Abolhassan: Sichere und verfügbare IT-Systeme sind absolute Grundlage für die Geschäftsfähigkeit von Unternehmen. Alles hängt daran: Ohne IT können im Zweifel Tausende von Mitarbeitern weltweit nicht arbeiten, Produktionsbänder stehen still oder der Flugverkehr kommt zum Erliegen. Ein Unternehmen profitiert demnach nur von einer IT, die auch einwandfrei funktioniert. Sie muss in jeglicher Hinsicht maximal sicher sein: sicher vor Ausfällen, sicher vor unbefugtem Zugriff, sicher vor dem Verlust und – mehr noch – sicher vor dem Diebstahl von Daten. Das gilt in ganz besonderem Maße für Infrastrukturen aus der Cloud. Die gesamte IT-Infrastruktur eines Unternehmens lässt sich inzwischen aus der Cloud betreiben. Genauso können Unternehmen alle ihre Daten in der Cloud verarbeiten, von unkritischen Stücklisten bis hin zu hoch sensiblen Kunden- und Produktionsdaten. Ein Systemausfall oder gar der Verlust dieser Daten kostet schnell Millionen und hat nicht selten massive Reputationsverluste zur Folge. Das gilt für die Lösungen aus der Private Cloud genauso wie aus der Public Cloud. Beide müssen gleichermaßen sicher, einfach und bezahlbar sein. Deshalb muss es die oberste Maxime eines Cloud-Anbieters sein, seine Kunden vorab eingehend zu beraten und dann im laufenden Betrieb Zwischenfälle mit allen verfügbaren Mitteln zu verhindern und den Schutz von Daten zu gewährleisten.

Dr. Ferri Abolhassan, Geschäftsführer der T-Systems International GmbH und verantwortlich für die IT Division

Welche Mittel sind das? Wie sorgt ein Provider für eine zuverlässige, sichere Cloud?

Abolhassan: Durch Qualität. Erst ein umfassendes, unternehmensweites Qualitätsmanagement sorgt dafür, dass IT maximal sicher und verfügbar ist – und Maßnahmen implementiert sind, die dann greifen, wenn die IT mal nicht stabil läuft. Denn eines müssen sich Unternehmen immer bewusst sein: 100 Prozent IT-Verfügbarkeit gibt es nicht. Immer, wenn Technologie im Einsatz ist, besteht auch die Möglichkeit, dass sie ausfällt: Schon ein defektes Stromkabel kann zum Versagen eines ganzen Serverschrankes führen und lässt sich nicht vollständig ausschließen. T-Systems hat mit „Zero Outage“ ein System aufgebaut, das genau hier ansetzt und das optimale Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik ins Visier nimmt: Redundante Technologien sorgen präventiv für maximal ausfallsichere Cloud-Infrastrukturen – egal, ob Private, Public oder Hybrid Cloud. Und ein durchgängiges Qualitätsmanagement – auf Mitarbeiter, Organisations- und Prozessebene gleichermaßen – stellt reibungslose Abläufe sicher, wenn die IT nicht so funktioniert, wie sie soll.

Zunächst die technische Basis: Wie sollte die aussehen, um Infrastrukturen präventiv zu schützen?

Abolhassan: TwinCore-Rechenzentren sind hier ein bewährtes Konzept. Hierbei werden sämtliche Daten und Systeme kontinuierlich in einem Zwillingsrechenzentrum gespiegelt und stehen somit auch dann zur Verfügung, wenn es in einem der Zwillinge zu einer Störung kommt. Um die Infrastrukturen darüber hinaus vor ungewollten Zugriffen zu schützen, müssen selbstverständlich noch zahlreiche weitere Faktoren berücksichtigt sein. Dazu zählen: Sicherheitstechnologien wie Firewalls, Anti-Malware, Verschlüsselungstechnologien oder Intrusion-Detection- und Intrusion-Prevention-Systeme, gesicherte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im MPLS-Netz sowie zusätzliche physische Maßnahmen wie strikte Zugangskontrollen und Überwachungsanlagen.

Wie sieht es mit dem Thema Datenschutz aus?

Abolhassan: Deutschland hat in Sachen Datenschutz einen klaren Standortvorteil: Das Bundesdatenschutzgesetz ist eines der strengsten Gesetze zur informationellen Selbstbestimmung. Die Nutzung personenbezogener Daten ist per se verboten und bedarf der ausdrücklichen gesetzlichen Erlaubnis oder der Zustimmung des Betroffenen. Im anglo-amerikanischen Rechtsraum ist es genau umgekehrt. Wer seine Daten unter den Schutzschirm deutscher Gesetze stellen will, ist also nach wie vor bei deutschen Dienstleistern mit Rechenzentren in Deutschland gut aufgehoben. Egal für welche Cloud sich Kunden letztlich entscheiden.

Nun zu dem erwähnten Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik. Was genau passiert also, wenn die Technik mal versagt?

Abolhassan: Die TwinCore-Technologie bietet eine Hochverfügbarkeit von bis zu 99,999 Prozent, was einer Ausfallzeit von rund fünf Minuten jährlich entspricht. Hier sind wir mit Deutschlands größtem Cloud-Rechenzentrum in Biere/Magdeburg schon heute richtig aufgestellt. Doch für den Fall der Fälle sind klar definierte Prozesse umso wichtiger, die vorgeben, was zu tun ist, um so schnell wie möglich wieder den Regelbetrieb aufnehmen zu können. Denn bei einer Störung zählt jede Sekunde. Ein lückenloses Incident Management stellt global einheitliche, automatisierte Prozesse sicher – nicht nur auf technischer, sondern eben auch auf personeller Ebene. Bei T-Systems sorgen beispielsweise präzise Handlungsanweisungen dafür, dass jeder Mitarbeiter in jeder Situation genau weiß, was er zu tun hat. Das beginnt schon bei einer einfachen Telefonliste – welche Person ist in welchem Fall verantwortlich? Unangekündigte „Firedrills“ stellen sicher, dass sämtliche Prozesse auch in der Umsetzung funktionieren und eingehalten werden. Kommt es tatsächlich zu einem Störfall, koordiniert ein „Manager on Duty“ alle Maßnahmen und steht rund um die Uhr als Ansprechpartner für den Kunden bereit, bis der reibungslose Betrieb aller Systeme wiederhergestellt ist. Dazu gehört auch das frühe Einbeziehen von Top-Management und Geschäftsführung. Und zwar ebenfalls zu jeder Zeit – egal ob mitten in der Nacht oder an Wochenenden.

Ihrer Meinung nach sollte also bei der Wahl des IT-Partners ein besonderes Augenmerk auf das Thema IT-Qualität gelegt werden. Gibt es weitere Kriterien?

Abolhassan: Oberflächlich betrachtet lässt Cloud-Computing eine Menge Spielraum: Private, Public oder Hybrid? In einem deutschen Rechenzentrum gehosted oder einfach dort, wo es billig ist und Service sowie Sicherheit bei Anbietern nicht an vorderster Stelle stehen? Global skalierbare Plattformen und Infrastrukturen oder 08/15-Cloud? Näher betrachtet zeigt sich: IT-Qualität muss immer Teil der DNA des Dienstleisters sein. Es dauert Jahre, bis das wirklich von Mitarbeitern und in den Prozessen gelebt wird. Mittlerweile haben wir über 20.000 zertifizierte Mitarbeiter. Und Qualitätsmanagement ist nie zu Ende, sondern ein permanenter Prozess. Grundlage dafür ist eine Null-Fehler-Kultur, und zwar nicht nur innerhalb des eigenen Unternehmens. Wir haben den Zero-Outage-Anspruch anhand von Zertifizierungen auch auf unsere Supplier übertragen – für eine maximale IT-Verfügbarkeit Ende-zu-Ende. Hinzu kommt als weiteres wichtiges Kriterium die Erfahrung des Providers in den unterschiedlichsten Branchen und mit unterschiedlichsten Transformationsgrößen. Nur mit einem schlüssigen Gesamtpaket werden IT-Infrastrukturen maximal zuverlässig. Und das ist Basis für jede Geschäftsbeziehung und die Kundenzufriedenheit.

Bildquelle: T-SYSTEMS ©

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