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Der beste Schutz vor Ebay-Betrug

Mit Onlineshopping kamen die Betrüger: Cyberkriminalität auf Handelsplattformen ist zum lukrativen Geschäft geworden.

Die meisten Deutschen sind im Internet unterwegs, knapp 62 Millionen Menschen nutzen hierzulande das Netz. Zum Vergleich: 2005 war es lediglich etwa die Hälfte der Deutschen. Und mit der Anzahl der Nutzer steigt auch die Zahl der Versuche, durch kriminelle Aktivitäten zu Geld zu kommen.

In Deutschland wurden 2013 etwa 64.500 Fälle von Internetkriminalität polizeilich erfasst: Straftaten wie Online-Betrug, das illegale Zugreifen auf sensible Daten, digitale Urheberrechtsverletzungen oder Identitätsdiebstahl. Vor allem Betrügereien auf der Handels- und Auktionsplattform Ebay sind nicht selten.

Ein Beispiel aus Köln: Eine Person mit besonders kostspieligem Lebensunterhalt wohnte im edlen und teuren Kranhaus Nord im Rheinauhafen. Die Miete erwirtschaftete er mit Betrug. Er bot bei Ebay (aber nicht nur dort) Tickets für Fußballspiele oder Kreuzfahrten an. Die Geschädigten zahlten und hörten nie wieder etwas von dem Kauf. Vor kurzem verhandelte das Landgericht Köln die 130 Betrugsfälle dieser Person mit einer Schadenssumme von 270.000 Euro.

Es ist leider relativ leicht, auf so einen Betrüger hereinzufallen. In dem genannten Fall beantragte er mit gefälschten Ausweisen verschiedene Bankkonten, sodass Beschwerden ins Leere liefen. Eine wichtige Frage ist: Wie kann sich ein Anwender vor solchen Betrügereien schützen? Zum Beispiel durch das Einhalten einiger grundlegender Verhaltensregeln:

Vorsicht vor teuren Produkten zum Spottpreis

Sie sollten misstrauisch werden, wenn in einem Festpreisangebot ein Produkt zu einem unglaublich niedrigen Kampfpreis angeboten wird. Mithilfe einer Preisvergleichssuchmaschine lassen sich die niedrigsten Straßenpreise herausfinden, zu denen das Produkt in anderen Shops verkauft wird.

Liegt der Ebay-Preis deutlich darunter: Finger weg! Es kann sich um einen Betrugsversuch oder um Hehlerware handeln. Das sind gestohlene Waren, die zu besonders günstigen Preisen verkauft werden. Vorsicht: Der Kauf von Hehlerware kann unter bestimmten Umständen strafbar sein.

Vorsicht bei Paypal

Ein Trick, mit denen Verkäufer betrogen werden, ist eine gefälschte E-Mail von Paypal. Sie bestätigt den Erhalt der Zahlung und der Verkäufer schickt nun die Ware los. In Wirklichkeit gab es gar keine Zahlung. Sie sollten also nicht einfach den E-Mails von Ebay oder Paypal zutrauen, sondern das eigene Konto direkt aufrufen und den Zahlungseingang prüfen.

Eine zweite Paypal-Betrugsmasche: Für die Zahlung wird ein geknacktes Konto benutzt. Sobald sich der echte Besitzer beschwert, bucht Paypal die Summe zurück und die Zahlung wird annulliert. Die einzige Abhilfe gegen solche Tricks ist es, bei größeren Beträgen Barzahlung zu vereinbaren oder eine Überweisung auf das eigene Konto.

Vorsicht bei gerade angelegten Ebay-Konten

Viele Betrüger öffnen für ihre Betrugsversuche immer wieder neue Ebay-Konten, da nach einer gewissen Zahl von Beschwerden das Konto automatisch gesperrt wird. Sie sollten also als Käufer und auch als Verkäufer die Konten Ihrer Geschäftspartner kritisch überprüfen.

Lassen Sie die Finger von Konten, bei denen es nur wenige, aber ausschließlich negative Bewertungen gibt. Besonders skeptisch sollte Sie beispielsweise ein Ebay-Konto machen, das gerade angelegt worden ist und bei dem sehr begehrte Artikel zu einem Schnäppchenpreis verkauft werden.

Teure Waren immer versichern

Ein weiterer Trick, der Verkäufer schädigt: Die erhaltene Ware wird als defekt oder beim Versand beschädigt gemeldet. Hier steht Wort gegen Wort und im Regelfall wird Ebay den Käufer unterstützen. Solche Probleme kommen vor allem bei besonders beliebten Produkten wie beispielsweise Smartphones oder Tablets vor.

Die einzige Lösung: Wertvolle und zerbrechliche Gegenstände sollten immer mit einer Transportversicherung verschickt werden. Der beste Weg ist, die Ware als versichertes Paket bei einem entsprechenden Dienstleister zu versenden. Das Entgelt für die Transportversicherung sollte dem Käufer zusätzlich zum normalen Porto in Rechnung gestellt werden.

Zum Beispiel DHL: Ein normales Paket ist bis 500 Euro Warenwert gegen Verlust oder Beschädigung versichert. Zusätzlich gibt es zwei erweiterte Transportversicherungen bis 2.500 Euro und 25.000 Euro Wert. Auch die anderen bekannten Paketdienstleister bieten ähnliche Services an.

Bezahlung bei Abholung oder Treuhandservice

Ein deutlicher Hinweis auf Betrug ist häufig der Versuch eines Verkäufers, den Käufer zur Zahlung unter Umgehung der Regularien von Ebay zu überreden, zum Beispiel durch eine direkte Überweisung auf sein Konto. Dieser Trick kommt häufig vor, wenn es um sehr wertvolle Produkte geht.

Mehrfach dokumentiert ist das bei Autoverkäufen. Sie endeten vor der Haustür einer Person, die entweder gar nichts von dem Verkauf wusste oder keine Zahlung erhalten hatte. Jemand anderes hat die Verkaufsanzeige dupliziert und zu einer Betrügerei ausgenutzt.

Solchen Gaunereien können Sie nur entgehen, wenn Sie entweder die Ware bei Abholung bezahlen oder den Treuhandservice von Ebay nutzen. Dabei zahlen Sie das Geld zunächst an Ebay und müssen den Erhalt der Ware gesondert bestätigen. Erst dann bekommt der Verkäufer sein Geld. Ehrliche Verkäufer werden auf eine Abwicklung via Treuhandservice sofort eingehen.

Weitere Informationen bietet dieser Blogpost.

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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