Kinobetreiber setzt auf Sicherheit

Vorhang auf für Malwareschutz

Die Auswahl einer Antivirenlösung für mehr als 80 Standorte ist eine große Aufgabe. Der Kinobetreiber Cineplex meisterte diese Hürde mit Bravour.

Der Kinobetreiber Cineplex führte an über 80 Standorten eine neue Antivirenlösung ein.

Mehr als 17 Millionen Besucher pilgern jährlich in die Kinos der Cineplex-Gruppe. Hinter dem besonderen Film- und Serviceangebot steht eine übergreifende und hochmoderne IT-Infrastruktur. Diese verbindet die Kino-Standorte mit der Zentrale in Wuppertal.

Michael Ewers stand vor der Herausforderung, das technische Herzstück von Cineplex vor Malware zu sichern, was kein leichtes Unterfangen für den IT-Leiter war. „Für mehr als 600 Rechner und Server, verteilt auf über 80 Standorte, eine Sicherheitslösung zu finden, die später auch remote administriert werden kann, war nicht einfach“, so Ewers.

Erstes Hersteller-Casting

Adäquate Preise und eine hohe Virenerkennung der Produkte setzte der IT-Leiter voraus. Dennoch lohnte sich der Blick auf die Testergebnisse unabhängiger Testinstitute wie AV-Test und AV-Comparatives: „Manche Hersteller schummeln ein wenig und erzielen hohe Erkennungsraten durch Inkaufnahme von Fehlalarmen“, weiß Ewers. Diese sorgen jedoch für einen Mehraufwand, der Zeit und Geld kostet.

Zudem fielen manche Anwendungen durchs Raster, weil ihre Erkennungsleistung zu sehr schwankte. Auf Kontinuität legte Cineplex jedoch hohen Wert. Anbieter ohne umfangreiches Produkt-Portfolio für die benötigten Betriebssysteme sortierte die zweitgrößte Kino-Gruppe Deutschlands sofort aus.

Andreas Crüsemann, Leiter nationales Marketing und Vertrieb bei Cineplex, erläutert die Anforderungen: „Tempo und Ausfallsicherheit müssen permanent gewährleistet sein. Kein Besucher will wegen einer langsamen Antivirensoftware lange an der Kasse auf sein Ticket warten.“

Dabei hatte er auch den Worst Case im Auge: den viren- oder softwarebedingten Ausfall des Gesamtsystems. Gerade am Wochenende strömen viele Besucher in die Kinos, daher wäre ein Ausfall ein finanzielles Desaster, verbunden mit einem Image-Verlust. In diesem Fall sind 24/7-Serviceleistungen des potentiellen Antiviren-Herstellers ein Muss.

Fast drei Monate lang testete das IT-Team die favorisierten Sicherheitslösungen auf Herz und Nieren. Im Fokus stand neben den fachlichen Fähigkeiten insbesondere die Anpassung an das Gesamtsystem. Dafür benötigte Michael Ewers öfter die Hilfe der Hersteller: „Hier trennte sich die Spreu vom Weizen. Nur wenige Hersteller konnten oder wollten Änderungen an der Software bereitstellen, die für uns absolut wichtig waren.“

Die Hauptbesetzung gefunden

Störfälle durch Softwarefehler, mangelnde Bedienungsfreundlichkeit der Administratoren-Konsole oder Übersetzungsfehler sprachen gegen manche der getesteten Sicherheitslösungen. Mit einfachen Lizenzbedingungen und Skalierungsmöglichkeiten sowie schnellen Reaktionen auf Vorfälle punkteten andere Hersteller.

Letztlich entschied sich Cineplex für das Produkt ESET Endpoint Antivirus. Ausschlaggebend waren neben den Produktfähigkeiten die Remote-Administration und das in der Branche noch einzigartige Unilicence-Prinzip. Dabei koppelt ESET eine Lizenz an ein physikalisches Gerät, unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Server oder einen Client handelt. Auch das Betriebssystem ist unerheblich. Dies bedeutet für den Anwender eine einfache Lizenzverwaltung, denn er muss lediglich die Anzahl der zu schützenden Geräte ermitteln.

Wer sich Zeit bei der Auswahl einer Sicherheitslösung nimmt und seine Anforderungen an sie genau definiert, wird mit einem sicheren Netzwerk belohnt. Der bloße Blick auf Preis und Erkennungsrate bringt erfahrungsgemäß mehr Nachteile und Kosten mit sich.


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