Das 13,5 Zoll große Microsoft Surface Book kann ab sofort auch in Deutschland vorbestellt werden.
Der Kampf gegen die Platzhirsche im Notebook-Sektor beginnt: Ab sofort kann das im Oktober 2015 in den USA vorgestellte Surface Book auch hierzulande vorbestellt werden. Die Auslieferung soll ab dem 18. Februar beginnen. Interessenten finden das Gerät im Microsoft Store sowie bei Media Markt Online, Saturn Online, Notebooksbilliger.de, Cyberport, Amazon und Otto online.
Microsoft betrachtet das Surface Book als ein Referenzmodell für das Betriebssystem Windows 10. Es hat einen 13,5 Zoll großen Bildschirm, der von der Tastatur abtrennbar ist und dann als komfortables Tablet eingesetzt werden kann. Es ist aber ebenso möglich, den Bildschirm komplett nach hinten zu klappen. Der Vorteil in diesem Bedienmodus: Die schnelle NVIDIA-GPU befindet sich im Keyboard-Modul und steht nur dann auch dem Tablet zur Verfügung.
Mit diesen beiden Tablet-Varianten berücksichtigt Microsoft alle Arten von Anwendern: Das abgetrennte Tablet hat einen eigenen, allerdings nicht so leistungsfähigen Akku und ist sehr leicht, so dass es gut in allen mobilen Einsatzszenarien genutzt werden kann. Mit umgeklapptem Display greift Windows im Tabletmodus auf die erweiterten Ressourcen bei Akku, Datenträgern und Grafik zu und agiert wie ein vollständiger, aber Touch-bedienbarer Windows-PC.
Das berührungsempfindliche Display hat 3000 × 2000 Bildpunkte Auflösung und kann auch im normalen Notebook-Modus mit dem Finger oder dem für herkömmliche Windows-Anwendungen besser geeigneten druckempfindlichen Stift bedient werden. Dieser erkennt 1024 Druckstufen und kann damit auch für die Feinarbeit im Rahmen von Layout, Bildbearbeitung, Computergrafik und anderen Szenarien eingesetzt werden.
Das Surface Book ist in vier unterschiedlichen Varianten erhältlich, je zwei mit i5 und i7-Prozessoren aus der sechsten Generation der Intel Core-CPUs. Die beiden kleineren Modelle sind wahlweise mit 128 oder 256 GB SSD-Laufwerk verfügbar und bieten 8 GB Speicher. Die i7er gibt es einmal in der Kombination 8/256 GB und 16/512 GB. So viel Luxus kostet allerdings: Das Einsteigermodell wird für 1.649 Euro angeboten, das Spitzenmodell für 2.919 Euro.
Sowohl die technischen Daten als auch die Preise zeigen es deutlich: Microsoft positioniert sein Surface Book als direkte Konkurrenz zu den Spitzenmodellen anderer Hersteller. Es soll als Showcase deutlich zeigen, was mit der neuen Betriebssystemtechnologie alles möglich ist. Oliver Gürtler, Windows-Chef bei Microsoft Deutschland, hat dafür auf der CES sogar eine neue Ära des Personal Computing ohne Kompromisse ausgerufen.
Eine Steilvorlage für 2016? Im Vorfeld wurde kritisiert, dass Microsoft damit seinen eigenen Hardware-Partnern den Markt abgräbt. Das lässt sich vor allem angesichts der Preise relativieren. Windows-Geräte in dieser Preisklasse verkaufen sich in aller Regel nicht in großen Zahlen. Aber als Referenzgerät dürfte es die anderen Hersteller anspornen, etwas Ähnliches zu bieten und dabei die Microsoft-Preise deutlich zu unterbieten. Es wird sich zeigen, wie die anderen Hersteller sich vom Surface Book inspirieren lassen.
Bildquelle: Microsoft