Mobility sollte nicht als isolierter Teil gesehen werden, die gewählten Produkte und Services sind Teil der IT-Infrastruktur und müssen mit vorhandenen Lösungen nahtlos zusammenarbeiten.
Enterprise Mobility ist ohne eine Strategie nicht sinnvoll umzusetzen. Wer nicht weiß, welche Ziele er erreichen und welche Anforderungen er erfüllen muss, wird keine mobile Business-Plattform aufbauen können.
Mobility kann nicht isoliert betrachtet werden. Die mobilen Geräte und Services sind erstens Teil der IT-Infrastruktur und müssen mit vorhandenen Lösungen nahtlos zusammenarbeiten. Zweitens hat Mobility direkte Wechselwirkungen mit Geschäftsmodellen und vorhandenen Prozessen.
Dies lässt sich nur mit guter Planung umsetzen. Der wichtigste Schritt hierbei ist: Das Unternehmen sollte zunächst alle geschäftlichen Anforderungen an die mobilen Geräte und auch an die gewünschten Apps formulieren. Typische Leitfragen an diesem Punkt sind: Welche Fachbereiche sollen mobile Prozesse nutzen? Wie können diese mobilen Prozesse umgesetzt werden und welche Business-Apps sind dafür erforderlich?
Außerdem sollte Mobility nicht isoliert gesehen werden. Die gewählten Produkte und Services sind Teil der IT-Infrastruktur und müssen mit vorhandenen Lösungen nahtlos zusammenarbeiten. Ein zentraler Anwendungsbereich von Business-Apps liegt darin, bestehende IT-Prozesse und Anwendungen aufzubrechen. Die IT-Verantwortlichen sollten nicht bei einer punktuellen Erweiterung der Desktop-Anwendungen mit mobilen Apps stehenbleiben.
Immer mehr Unternehmen entwickeln deshalb einen Mobile-First-Ansatz. Ziel dieser Strategie ist es zumeist, den Mitarbeitern eine einheitliche Benutzererfahrung über alle (mobilen und stationären) Geräte hinweg zu ermöglichen. Solche strategischen Überlegungen stellen insbesondere die IT-Organisationen vor große Herausforderungen.
Zu den Kernfragen in dieser Situation gehört: Wie können die Mitarbeiter mit jedem Endgerät auf ihre Arbeitsumgebung zugreifen? Wer garantiert, dass die aktuellen Nutzer der Business-Apps auch tatsächlich zugriffsberechtigt sind? Wie werden die verschiedenen Endgeräte verwaltet und die sensiblen Unternehmensdaten gesichert?
Die IT eines Unternehmens steht vor drei großen Herausforderungen, die mit einer umfassenden Mobility-Strategie in Angriff genommen werden müssen:
1. Hybride Identitätsverwaltung
Es gibt kaum einen Dienst, der noch ohne Anmeldung genutzt werden kann. Geschäftsanwendungen, Office 365, mobile Apps, Collaboration-Tools, SharePoint und Exchange – für alle diese Services ist ein Benutzerkonto erforderlich.
Eine wirklich erfolgreiche Mobility-Strategie erfordert Identitätsmanagement für alle Unternehmensressourcen. Jeder Mitarbeiter im Unternehmen hat nur eine Identität, die als Benutzerkonto für alle notwendigen Ressourcen und Anwendungen eingesetzt wird – lokal oder in der Cloud.
Zudem sollte für die Verwaltung dieser Identitäten ein Self-Service-Ansatz gewählt werden. Hierbei werden Admins und Support-Mitarbeiter entlastet, da die Anwender bestimmte Aufgaben wie das Zurücksetzen von Kennwörtern oder das Verwalten eigener Gruppen für die Zusammenarbeit in eigener Regie auf übernehmen.
2. Verwaltung mobiler Geräte- und Anwendungen
Windows, Android, iOS – geschäftlich genutzte Mobilgeräte oder PCs setzen unterschiedliche Betriebssysteme ein. Trotzdem gehört es zu jeder Mobility-Strategie, ein einheitliches Management dieser Geräte zu fordern.
Desktoprechner und Mobilgeräte sind keine getrennten Welten, sondern gehören zusammen. Business-Apps und Unternehmensdaten werden auf jedem dieser Geräte in der gleichen Weise benötigt, so dass eine Trennung nach Geräteklassen mehr Probleme schafft als zu lösen.
3. Schutz von Informationen unabhängig vom Speicherort
Die Vielfalt der Gerätetypen, Cloud-Anwendungen, Business-Apps und PC-Anwendungen setzen umfassende Funktionen für Zugriffskontrolle und Datenschutz voraus. Geschäftsdokumente müssen jederzeit an jedem Ort geschützt werden, wobei einheitliche Regeln für den Zugriff darauf gelten sollten.
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