Rund um den Notizblock

Die OneNote-Familie wächst

Die besten Ergebnisse erhalten Anwender von OneNote, wenn sie eine der Apps aus der Evernote-Familie einsetzen, zum Beispiel um Dokumente zu scannen oder E-Mails zu speichern.

OneNote ist dafür gedacht, Notizen aller Art aufzunehmen. Dazu gehören nicht nur Texte, sondern auch Sprachnotizen, Bilder, Dateianhänge, Weblinks, Inhalte von Webseiten und vieles mehr. Mit einem Touchscreen und einem Stylus können die Notizen sogar von Hand geschrieben werden.

OneNote gibt es für Android, iOS und Windows Phone sowie als App für Windows 8.1/10, als Anwendung für den Windows-Desktop und als Webapp. Alle Varianten sind kostenlos, sogar die Desktop-Anwendung. Die App erlaubt eine tief gestaffelte Gliederungsstruktur aus Notizbüchern, Registern und Seiten. Eine Seite in OneNote entspricht einer großen Zeichenfläche, auf der alle möglichen Objekte (Texte, Bilder, Skizzen usw.) beliebig angeordnet werden können.  

OneNote ist ein Werkzeug für alle, die eine Vielzahl an Aufgaben, Ideen, Konzepten, Textentwürfen, Linksammlungen und anderen Dingen im Griff behalten müssen. Seine ganzen Fähigkeiten zeigt das Notizblockprogramm aber erst im Zusammenspiel mit anderen Apps, die teilweise von Drittherstellern stammen.

Speichern von Webseiten und Scans

Eine recht hilfreiche Schnittstelle ist die zu Feedly, einem umfangreichen RSS-Reader für Informationsprofis. Zwar besitzt der Dienst auch eine eigene Möglichkeit, Artikel durch eine Markierung dauerhaft aufzuheben, doch sie hat ein Problem: Sie speichert lediglich den RSS-Text.

Da Links auch mal verschwinden, ist nicht sicher, dass der Text jederzeit zugänglich ist. Feedly kennt eine Möglichkeit, die Artikel zusätzlich in einem OneNote-Notizbuch zu speichern. Einen ähnlichen Service bietet auch der Nextgen-Reader an, ein RSS-Reader für Windows.

Ein weiteres sinnvolles Einsatzgebiet für Smartphones ist das Scannen von Dokumenten. Entsprechende Apps gibt es in der OneNote-Familie sogar mehrere: Die Microsoft-App Office Lens für iOS, Android und Windows, Genius Scan für iOS und Android sowie den JotNot-Scanner für iOS.

Wer regelmäßig Papier, noch dazu in größeren Mengen, einscannen muss, findet in der OneNote-Familie auch Schnittstellen zu Hardware, zum Beispiel für den Doxie-Scanner, der eher für einzelne Seiten geeignet ist oder den NeatConnect-Wifi-Scanner, der auch für größere Scan-Aufgaben ausreicht. Und darüber hinaus ist OneNote auch in Scan-Anwendungen von Epson und Brother integriert.

E-Mails in Notizbüchern speichern

Auch die Automatisierungsdienste IFTTT (kostenlos) und Zapier (Freemium) haben eine Schnittstelle zu OneNote, sodass ein Notizbuch als Ziel zahlreicher Funktionen eingesetzt werden kann. Ein Beispiel: Sie können alle neuen Artikel eines RSS-Feeds, die einen Suchbegriff enthalten, automatisch in einem Notizbuch sichern lassen.

Eine besonders interessante Möglichkeit im Zusammenhang mit OneNote bietet der Webdienst "Mod". Wer sich dort registriert, kauft damit zunächst ein schickes Papiernotizbuch, das er beliebig mit Notizen und Zeichnungen füllen kann. Sobald es voll ist oder wann immer der Nutzer sich dafür entscheidet, kann er das Notizbuch an den Webdienst einschicken, der es einscannt und in der Cloud speichert. Die Mod-App kann die Notizen weiter bearbeiten und in einem OneNote-Notizbuch speichern.

Auch für E-Mails und das Web gibt es eine Vielzahl an Apps, die Mails von unterschiedlichen Accounts sichern oder Webseiten aus dem Browser in die Cloud verschieben. Ein bisher noch nicht im App-Verzeichnis aufgetauchter Neuzugang ist mit Obindo, eine Erweiterung für Google Chrome. Anwender können sie nutzen, um Dateien aus er Gmail-Inbox direkt an OneNote zu senden. Eine ganz ähnliche Aufgabe erfüllt die Webapp Powerbot, die neben Gmail auch Yahoo-Mail und Outlook.com unterstützt.

Das App-Verzeichnis von OneNote mit allen erwähnten Apps

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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