Ein Mitarbeiter, ein Arbeitsplatz - diese einfache Gleichung galt über Jahrzehnte hinweg in den meisten Unternehmen. Ab Neun ist das Büro besetzt, am frühen Abend kommt der Feierabend. Auch dieser Zusammenhang wird von vielen Leuten als Naturgesetz empfunden.
Doch die Art und Weise der Arbeit hat sich in den letzten Jahren verändert. Vor allem so genannte Wissensarbeiter in der Digitalwirtschaft sind flexibel. In vielen Berufen ist es nicht so wichtig, wann und wo gearbeitet wird. Oft besteht die Arbeit auch darin, zu einem Kunden zu fahren und ihn vor Ort zu unterstützen oder zu beraten.
Flexible Wissensarbeiter
Digitale Geschäftsmodelle erleichtern das mobile und flexible Arbeiten. Durch Mobilgeräte und Cloud-Services sind die Arbeitsmittel jederzeit verfügbar. Mitarbeiter können auch von unterwegs auf wichtige Business-Daten und -Anwendungen zugreifen. Auch das Arbeiten im Homeoffice ist dank Desktop-Virtualisierung und virtuellen privaten Netzwerken (VPNs) kein Problem.
Viele Unternehmen haben flexible Arbeitsplätze, die von mehreren Leuten genutzt werden. Dadurch sind die Büroräume deutlich besser ausgelastet. Denn was braucht ein digitaler Wissensarbeiter? Er braucht ein Notebook, ein Smartphone und manchmal Räume oder Nischen für Besprechungen. Wenn er an größeren Aufgaben arbeiten muss, reicht ein spezieller Konzentrations-Arbeitsplatz, den er nach eigener Entscheidung nutzen kann.
Auch die IT-Organisationen reagieren auf die Bedürfnisse flexibler Wissensarbeiter. So ist es in zahlreichen Unternehmen üblich, dass viele Mitarbeiter überhaupt keine festen Desktop-PCs mehr benutzen. Stattdessen hat jeder ein Notebook, das er an einem freien Arbeitsbereich in eine Dockingstation einklinkt.
Andere Unternehmen setzen auf Virtualisierung. Hier haben die Mitarbeiter keinen festen Büro-PC mehr. Doch sie besitzen ihre persönliche, virtuelle Arbeitsumgebung, die nach dem Einloggen auf jedem beliebigen mobilen und stationären Gerät erscheint. Nun können sie, an jedem Ort der Welt, an ihren Projekten weiterarbeiten.
Doch die technischen Rahmenbedingungen sind nicht alles. Digitale Arbeitsplätze erfordern auch eine variable Arbeitsgestaltung - nicht nur von den Mitarbeitern, auch von den Unternehmen. Eine Untersuchung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hat herausgefunden, dass Unternehmen mit flexiblen Arbeitsmodellen deutlich innovativer sind als solche mit herkömmlichen Arbeitszeitregelungen.
Wie so etwas in der Praxis aussieht, lässt sich unter anderem bei Microsoft Deutschland beobachten. Die beiden Microsoft-Personaler Dr. Elke Frank und Dr. Thorsten Hübschen haben ihre Überlegungen und Erfahrungen zu diesem Thema in dem Buch „Out of Office – Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen“ niedergeschrieben.
Vertrauensarbeitszeit am Vertrauensarbeitsort
Demnach sind drei Säulen die Basis des Arbeitskonzeptes von Microsoft: Das Unternehmen setzt erstens auf Eigenverantwortung mit Vertrauensarbeitszeit am Vertrauensarbeitsort. Die Räumlichkeiten sind zweitens so gestaltet, das sie eine Mischung aus individueller und kooperativer Arbeit ermöglichen. Und drittens nutzt das Unternehmen Technologien, die zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten mit flachen Hierarchien und einer engen Vernetzung unterstützen.
„Nur dieses Zusammenspiel von Mensch, Ort und Technologie versetzt uns in die Lage, die Arbeit neu zu erfinden“, sagt Elke Frank. „Bei Microsoft beschäftigen wir uns mit dem Thema bereits sehr lange – zum einen durch unsere Rolle als Anbieter von Technologien, die das neue Arbeiten ermöglichen, zum anderen aus unserer Funktion als Arbeitgeber heraus.“
Die weltweiten Erfahrungen von Microsoft mit dem mobilen Arbeiten sind auch in die Konzeption des Flaggschiff-Geräts des Unternehmens eingeflossen, das Surface Pro 3. Die neueste Variante des leichten, schlanken und dank Quadcore-Prozessor auch schnellen Notebook/Tablet-Hybriden unterstützt LTE, sodass Highspeed auch unabhängig von einer WLAN-Verbindung möglich ist.
Das Microsoft-Convertible ist ein Beweis dafür, dass es einen Kompromiss aus Mobilität, Leistung und Desktop-Kompatibilität gibt. Vor allem der letzte Punkt ist in zahlreichen Unternehmen wichtig. Viele Anwendungen sind für den Desktop optimiert und haben keine spezifische mobile Variante, die den gesamten Funktionsumfang anbietet.
In diesem Fall ist es entscheidend, den Desktoprechner gewissermaßen mit sich herumtragen zu können. Smartphones oder Phablets sind zwar aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken, sie eignen sich jedoch nicht für längeres produktives Arbeiten an umfangreichen Dokumenten.
Hier ist dann das genuine Einsatzgebiet der Convertibles als voll funktionsfähiges Büro für unterwegs, das trotzdem die Vorteile von Tablets mit Apps bietet. Und auch die IT-Organisation in den Unternehmen profitiert von den Hybrid-Geräten, da sie die Komplexität der mobilen IT-Landschaft gering halten - alle Windows-Geräte werden auf einheitliche Weise verwaltet.
Details zum Buch „Out of Office – Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen“
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zu flexiblen Arbeitszeitmodellen