CEO Ulrich Spiesshofer: „Die neue IT-Infrastruktur wird wesentlich zu den drei strategischen Schwerpunktbereichen profitables Wachstum, konsequente Umsetzung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit beitragen.“
ABB ist auf Sparkurs – auch in der IT. Am 29. April gab der Energie- und Automationstechnik-Konzern den Abschluss von drei Mehrjahresverträgen für globale Infrastrukturdienste bekannt. IBM wird Managementservices bereitstellen, Wipro Dienstleistungen für das Endnutzer-Computing und British Telecom (BT) die Netzwerkservices. Die vollständig verwalteten IT-Services sollen „die Betriebskosten erheblich senken, die Flexibilität steigern und für eine globale Standardisierung und Abdeckung mit klar definierter Verantwortlichkeit bei ABB sorgen“, hieß es in einer Pressemitteilung. Dies werde „zu einer besseren und durchgehenden Leistungsverantwortung, einem einheitlichen Aufbau in allen Ländern und höheren Zuverlässigkeits- und Servicelevel führen“.
Die neue Infrastruktur soll eine Plattform für bereichsübergreifende Zusammenarbeit mit identischem Aufbau in jedem Land schaffen und es der Belegschaft von ABB ermöglichen, ortsunabhängig zu arbeiten. Außerdem soll sie die Beziehungen zu Kunden, Partnern sowie zwischen regionsübergreifenden ABB-Teams vereinfachen.
„Diese Verträge sind ein weiterer Schritt in der Next-Level-Strategie von ABB und beschleunigen eine nachhaltige Wertschöpfung“, wird Ulrich Spiesshofer, der Vorsitzende der Konzernleitung von ABB, in der Pressemitteilung zitiert. „Die neue IT-Infrastruktur wird wesentlich zu den drei strategischen Schwerpunktbereichen profitables Wachstum, konsequente Umsetzung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit beitragen.“
Der Managementservicevertrag mit IBM hat eine Anfangslaufzeit von fünf Jahren, mit einer Option zur Verlängerung um weitere zwei Jahre. Eingekauft werden Dienste wie Servermanagement, Integrationsservices, Archivierung und Cloud-Management für den gesamten Serverbestand von ABB. Die 140.000 Beschäftigten von ABB erhalten damit in über 100 Ländern eine einfachere, aber technisch fortschrittlichere IT-Unterstützung mit verbesserter Servicequalität zu geringeren Gesamtbetriebskosten.
Der Vertrag mit Wipro erstreckt sich zunächst ebenfalls über fünf Jahre und hat ebenfalls eine Option zur Verlängerung um weitere zwei Jahre. Wipro wird einen Helpdesk sowie Vor-Ort- Support für Desktops, Laptops, mobile Endgeräte, Datei- und Druckdienste sowie Desktop-Anwendungsmanagement bereitstellen. Ziel ist eine einfachere IT-Umgebung für die User, ebenfalls mit verbesserter Servicequalität sowie geringeren Gesamtbetriebskosten.
Darüber hinaus wurde BT für die Bereitstellung, Standardisierung und Verwaltung der Netzwerkservices in über 100 Ländern ausgewählt, damit alle User sicherer damit arbeiten können. BT übernimmt an den über 700 Standorten von ABB die End-zu-End-Verantwortung für Qualität und Performance der Netzwerkservices und Local Area Networks (LANs) und soll für eine netzwerkanlagen- und serviceübergreifende Sicherheit sorgen, etwa durch das Management von 400 Firewalls und die Bereitstellung von „Cyber Protection & Analytics“-Services.
Außerdem wird Ericsson eine von ABB entwickelte Automatisierungsplattform für Rechenzentren namens „Decathlon“ vermarkten – als Teil eines Standardpakets für Cloud-Provider.
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Bildquelle: ABB