IBM verlagert Server-Fabrik nach Mexico und New York

Abschied aus Rochester

Noch hält IBM sich offiziell bedeckt, doch offenbar soll das traditionsreiche Werk in Rochester, aus dem das System /38 und seine Nachfolger AS/400, iSeries und Power System i stammen, bis Mitte 2014 geschlossen werden. Betroffen sein sollen 160 bis 200 Mitarbeiter. Nicht betroffen sind die Labors, die Heimat von Entwicklung und Support für IBM i.

Im Zuge der anhaltenden Verlagerung von Arbeitsplätzen in die aufstrebenden Schwellenländer schrumpfte auch die IBM-Belegschaft in Rochester stark. An dem traditionsreichen IBM-Standort, neben der renommierten Mayo-Klinik mit 8.000 lange der größte Arbeitgeber in der Region Minnesota, sind nach Angaben auf der lange nicht aktualisierten Website von IBM vor allem „mit Entwicklung, Herstellung und Support der IBM eServer business computer” beschäftigt.

Von der Gewerkschaft wurde die Beschäftigtenzahl letztmals im Jahr 2008 mit 4.200 beziffert, während IBM-Offizielle schon lange keine Mitarbeiterzahlen mehr nennen. Die lokale Presse in Rochester schätzt die aktuelle IBM-Belegschaft vor Ort auf 2.500 bis 3.000 Personen. 

Im Zuge der Umstrukturierung, die im September beginnen im Sommer 2014 beendet sein soll, wird der Herstellung von Power Systems, Pure Systems und Pureflex Systems nach Guadalajara (Mexico) verlagert werden, während die Wiederaufbereitung („Refurbishing“) gebrauchter Server nach Poughkeepsie (New York) wandert. Ganz ähnlich war übrigens bereits 2010 das Power-Werk in Dublin geschlossen und die Produktion nach Singapur verlegt worden.

www.ibm.de

Bildquelle: IBM

Eine Zusammenfassung der IBM-Geschichte in Rochester

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