Unsere Autorin Heidi Schmidt ist Geschäftsführerin der PKS Software GmbH
Legacy-Anwendungen sind den Unternehmern lieb und teuer. Lieb, weil der tagtägliche Geschäftsbetrieb von ihnen abhängt. Teuer, weil viele „Balkönchen“ im System die Kosten der Wartung in die Höhe treiben. Die IT-Chefs stehen vor dem Dilemma, dass sie über 70 Prozent ihres IT-Budgets in die Wartung der Altsysteme stecken und für innovative Neuprojekte lediglich 30 Prozent übrig bleiben.
Daher ist die Modernisierung der Alt-Anwendungen zwingend notwendig. Sie kann allerdings verschiedene Ausprägungen haben. Je nach Ist-Zustand kann die strukturelle Bereinigung, ein umfangreiches Re-Engineering oder das Kapseln („Wrapping“) von Anwendungssegmenten sinnvoll sein. Auch die Migration auf neue Anwendungen, der Übergang auf Standardsoftware oder das Outsourcing der Software-Entwicklung selbst können zur Alternative werden.
Selbst wenn die Verantwortlichen sich der Notwendigkeit einer Modernisierung durchaus bewusst sind: häufig fehlt eine Methodik, um das komplexe Alt-Konstrukt so zu durchleuchten, dass fundierte Entscheidungen getroffen und konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können. Eine solche Methodik ist ein Software-Assessment. Es untersucht das Legacy-System in drei Dimensionen:
Ebenso wichtig wie das Assessment zur initialen Bestandsaufnahme ist, dass bei einer Fortsetzung der Individualentwicklung die fortlaufende Modernisierung integraler Bestandteil der IT-Roadmap wird. Hierfür sollte der IT-Chef seine Investments und Aufmerksamkeit dauerhaft auf drei Dimensionen ausrichten:
Individuell entwickelte Anwendungen können enorme Wettbewerbsvorteile bringen – das weiß jeder IT-Chef nur zu genau, der heute auf IBM i im eigenen Haus Software entwickeln lässt. Jeder IT-Chef sollte aber auch genau wissen, dass er diesen einmal erreichten Vorsprung nur mit dem nötigen Investment auch in die Zukunft retten kann.