Anwendungsmodernisierung als risikoarmer und kosteneffektiver Weg

Auch IBM i wird mobiler

Das Stimmungsbild, das beispielsweise Progress Software kürzlich auf seiner europäischen Partnerkonferenz in Palma de Mallorca einholte, ist eindeutig:

86 Prozent der befragten Softwarehersteller sagten, dass sie eine anhaltend hohe Nachfrage nach M-Commerce-Anwendungen und Applikationen für mobile Transaktionen verzeichnen. 68 Prozent der Applikationspartner entwickeln aktuell bereits Anwendungen für mobile Endgeräte.

Mobiler Einsatz für bewährte Anwendungspakete

Auch viele bewährte AS/400-Anwendungen, die im Laufe der Jahre auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten worden sind, müssen dafür modernisiert werden, aber auch mit Blick auf z.B. E-Commerce oder die Einbindung sozialer Netzwerke. Der steigende Bedarf an Applikationen für mobile Endgeräte kommt für Dan Veitkus, General Manager für die EMEA-Region bei Progress, wenig überraschend: „Aktuelle Studien der Marktforscher von Gartner prognostizieren ein durchschnittliches jährliches Wachstum des weltweiten mobilen Transaktionsvolumens von 42 Prozent im Zeitraum von 2011 bis 2016. Für das Jahr 2016 rechnet Gartner mit einem Marktvolumen von 617 Mrd. Dollar bei 448 Mio. Nutzern.“

„Bei der mobilisierenden“ Modernisierung von AS/400-Anwendungen müssen Aufwand und Kosten trotz der vielen mobilen Plattformen vertretbar gehalten werden“, gibt Stephan Romeder, Geschäftsführer der Magic Software, zu bedenken. „Mitarbeiter wollen heute ihre iOS-, Android-, Blackberry- oder Windows-Geräte frei auswählen.“ Dabei sei noch überhaupt nicht absehbar, welche Plattformen sich endgültig und in welchem Segment durchsetzen werden. „Deshalb benötigt ein Unternehmen Tools, mit denen sich AS/400-Applikationen in einem Projekt für alle mobile Clients gleichzeitig einsatzfähig machen lassen“, so Romeder. „Für jede Plattform ein eigenes Projekt zu starten, würde jeden Rahmen sprengen.“

„Anwendungsmodernisierung als risikoarmer und kosteneffektiver Weg zur Ergänzung bewährter IT-Systeme um Webfunktionen hat seit Jahren Top­priorität für IT-Chefs“, weiß auch Guus Klaus, Vertriebsmanager bei Rocket Software in Dordrecht/Niederlande. „Mit der Nachfrage nach mobilen Anwendungen wächst die Notwendigkeit weiter. Wir bei Rocket sehen dabei Anwendungen auf IBM i als Angelpunkt dieser Modernisierungstrends, weil diese ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse sind.“

Aus technischer Sicht sollte ein gutes Tool folgende Funktionen bieten:

  • Einfache Entwicklung maßgeschneiderter grafischer Bedienoberflächen (GUIs) für Web- und Mobilbrowser.
  • Einfache Erzeugung einer Integrationsschicht auf Basis von Webservices/SOA für die Nutzung von Backend-Anwendungen.
  • Einsatz der neuen GUIs auf allen Endgeräten mit Standards wie HTML, HTML5 und Ajax sowie nativer Unterstützung der wichtigsten Geräte, wie z.B. iPhone/iPad und Android.
  • Übersetzung der Anwendungen auf dem System i in verschiedene Sprachen, um sie tauglich für den Weltmarkt zu machen.
  • Automatisches Change-Management.

„Allerdings darf die Modernisierung nicht Jahre dauern“, verweist Klaus auf die Bedeutung des Zeitfaktors. Genauso wichtig sei es, dass modernisierte Anwendungen schnell in Betrieb genommen werden können. „Nur dann können IT-Chefs ihre Anwendungen auf der Plattform IBM i im Rahmen ihres Budgets nachhaltig modernisieren.“

Für rund ein Drittel der von Progress befragten Softwarehersteller spielen bei der Anwendungsmodernisierung übrigens auch Funktionen für das Business Process Management (BPM) eine wichtige Rolle. Entwickler erhalten damit Tools, um die Geschäftsprozesse modellieren und problemlos in den produktiven Betrieb übernehmen zu können – sowie rasch an neue Anforderungen anzupassen.

Bildquelle: iStockphoto.com/aldra

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