Dirk Pfefferle, Geschäftsführer von Citrix Systems:. „Viele sind auf einem guten Weg!“
Die Ergebnisse der Citrix-Studie lassen darauf schließen, dass die IT-Chefs noch nicht ganz am Ziel sind: 86 Prozent der Befragten geben beispielsweise an, Kundendaten auf Anfrage schnell löschen zu können – aber lediglich etwas weniger als ein Drittel (32 Prozent) hat eine „sehr gute“ Übersicht darüber, wo welche Daten überhaupt gespeichert werden. Auch in Bezug auf die technischen Voraussetzungen ist nur etwas mehr als die Hälfte bereit für das Gesetzeswerk zum Schutz von personenbezogenen Daten.
„Je besser der Überblick über die Unternehmensanwendungen und die Prozesse zur Datenspeicherung und -verarbeitung, desto leichter können die Verantwortlichen die neuen EU-Vorgaben erfüllen“, plädiert Dirk Pfefferle, Geschäftsführer von Citrix Systems, für eine Zentralisierung der Daten. „Viele sind auf einem guten Weg. Mit unserer Studie wollen wir Schwachstellen aufzeigen, die aus unserer Sicht bis Mai 2018 noch geschlossen werden sollten.“
Genau 90 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen persönliche Daten speichern. Mehr als 80 Prozent der Befragten erfassen über 100 Datensätze pro Tag, meistens für Marketing-Zwecke – und speichern diese auch für mindestens sechs Monate.
Bei der Mehrzahl der befragten Unternehmen (51 Prozent) sind zehn oder mehr Systeme und Anwendungen an der Speicherung, Verarbeitung oder Nutzung der personenbezogenen Daten beteiligt. Was die aktuelle Konformität mit der neuen EU-Richtlinie betrifft, geben sich die IT-Entscheider selbstbewusst: 87 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass ihr Umgang mit personenbezogenen Daten schon heute den neuen Vorgaben entspricht. Mehr als 70 Prozent der Befragten bestätigen, dass vor allem die Zugriffskontrolle bereits regelkonform ist. Je ein Drittel gibt an, im Hinblick auf die Richtlinie unter „besten IT-Bedingungen zu arbeiten“ (36 Prozent) oder hält Infrastruktur und Datenschutz für „gut“ (39 Prozent).
Citrix hat nachgehakt, um herauszufinden, wie gut die Teilnehmer ihre Unternehmen in Bezug auf State-of-the-Art Technologien zum Schutz personenbezogener Daten einschätzen. Das Ergebnis: Längst nicht alle Unternehmen sind am Ziel. Es hapert an:
„Aus unserer Sicht sind die genannten Aspekte sehr wichtig, wenn es darum geht, die Kontrolle über personenbezogene Daten zu behalten“, so Pfefferle. In den allermeisten Unternehmen liege die Verantwortung für die DS-GVO-Compliance bei den Datenschutzbeauftragten (38 Prozent) oder den CISO/IT-Sicherheitsverantwortlichen (30 Prozent). Einen dedizierten Chief Privacy Officer haben laut Studie nur fünf Prozent der Unternehmen.
Bildquelle: Citrix Systems