Die Hochwald Nahrungsmittel-Werke GmbH modernisiert ihre Absatz- und Umsatzplanung. Die unter anderem für „Bärenmarke“ und „Glücksklee“ bekannte Molkerei wird ihren Vertrieb künftig mit der Software Activeplan Plus der Active Business Consult GmbH, Wiesbaden, steuern.
„Wir wollen unsere Planungsprozesse vereinheitlichen und vereinfachen“, begründet Detlef Latka, Geschäftsführer Finanzen und Controlling bei Hochwald, dieses Projekt. Beheimatet im Hunsrück, ist das Unternehmen aus Thalfang mit einer Milchverarbeitung von mehr als 2 Mrd. kg Milch und rund 1,163 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2010 mittlerweile die drittgrößte Molkerei in Deutschland. Mit ihren Produktionsstandorten – auch in den Niederlanden – deckt die Gruppe das gesamte Spektrum an Milchprodukten ab – etwa mit Bärenmarke, Lünebest, Glücksklee oder Hochwald sowie Bonny.
Im Rahmen eines Projekts zur Vereinheitlichung der IT hatte Hochwald bereits 2009 die ERP-Software von SAP in der gesamten Gruppe eingeführt. Absatz- und Umsatzplanung erfolgten aber bislang weiterhin auf Basis von Excel-Tabellen – mit unterschiedlichen Strukturen, mangelnder Datenkonsistenz, großem manuellen Aufwand und hoher Fehleranfälligkeit.
Nun vereinheitlicht Hochwald auch diesen Bereich. Die Planungslösung des Beratungsunternehmens ABC ist speziell für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie konzipiert und umfasst Werkzeuge für Reporting, Planung und Analyse. Sie wurde mit den ERP- und Business Warehaus-Funktionen des SAP ECC 6.0 entwickelt und deckt die spezifischen Anforderungen der Branche ab.
„Wir haben ein sehr komplexes Konditionsmodell aus Werbekostenzuschüssen, Bonusvereinbarungen und Rabattstaffeln“, begründet Frank Brück, IT-Leiter von Hochwald, die Software-Auswahl. Dank der engen Verzahnung von Activeplan Plus mit dem SAP-ERP könne man die dort bereits vorhandenen Ist-Konditionen als Vorlage für die Planung nutzen, ohne das ganze Gerüst noch einmal als Plan-Konditionen neu ablegen zu müssen. „Das vermindert Speicheraufwand, Datenredundanzen sowie Fehlerquellen ganz erheblich und spart am Ende eine Menge Arbeit“, erwartet Brück.
Künftig sollen innerhalb eines integrierten Gesamtsystems alle Absätze von Hochwald geplant und das zu erwartende Ergebnis detailliert kalkuliert werden. Mit Hilfe so genannter Was-Wäre-Wenn-Szenarien simuliert die Lösung, wie sich Kondition auswirken würden. Daneben erlaubt sie eine rollierende Absatzplanung, die sich flexibel an geänderte Rahmenbedingungen anpassen lässt. Mittels Forecasts will Hochwald künftig ermitteln, welche Ergebnisse auf Basis der aktuellen Ist-Zahlen zu erwarten sind. Durch Gegenüberstellung dieser Vorschauen mit den Planwerten lassen sich drohende Fehlentwicklungen bereits frühzeitig erkennen, um dann gezielt und rechtzeitig gegenzusteuern.
Bildquelle: Hochwald Nahrungsmittel-Werke GmbH