Der abtretende Brocade-CEO Michael Klayko: „Solche Entscheidungen fallen nie leicht, aber ich glaube jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen“
Michael Klayko, seit Januar 2005 Firmenchef von Brocade, nutzte die Gunst der Stunde nach einer Reihe schwacher und teilweise verlustreicher Quartale, um seinen Abschied anzukündigen. Er verlässt das Unternehmen aber nicht sofort, sondern will im Amt bleiben, bis der Aufsichtsrat einen Nachfolger gefunden hat. „Solche Entscheidungen fallen nie leicht, aber ich glaube jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen“, wird Klayko in der
Presseinformation von Brocade zitiert. Die finanzielle Situation sei „großartig“ – und die Produktpipeline werde Brocade auch künftig klar von anderen Netzwerkanbietern unterscheiden.
Mit einem Umsatzplus um zehn Prozent auf 555,3 Mio. Dollar hat der Netzwerkspezialist im dritten Quartal seines Geschäftsjahres die Erwartungen übertroffen; der Reingewinn fiel mit 43 Mio. Dollar sogar sehr viel besser aus als im Vorjahr, als 2 Mio. Dollar Gewinn blieben. Allerdings hat Klayko bekanntermaßen lange vergeblich versucht, das Unternehmen zu verkaufen. Diese Versuche begannen im Jahr 2009, nachdem Brocade selbst 2008 noch mit der Übernahme von Foundry Networks Schlagzeilen gemacht hatte.
Diese Übernahme könnte Brocade jetzt viel Geld einbringen, denn das Bundesgerichts von San Jose/USA hält den Rivalen A10 Networks wegen Patents- und Urheberrechtsverletzungen sowie der widerrechtlichen Verwendung von Geschäftsgeheimnissen für schuldig und spricht Brocade 112 Mio. Dollar Schadensersatz zu. Hier geht es um Foundrys Produktlinie Server Iron, die A10 abgekupfert haben soll. A10-CEO Lee Chen hat allerdings schon die Berufung gegen das Urteil angekündigt.
Bildquelle: Brocade
Brocade Announces Executive Leadership Transition