Eat Ants Kindermode - aus dem Online-Shop von Sanetta
Protex auf dem System i bildet bei Sanetta seit 14 Jahren die Prozesse von der Artikel-, Lager-, Kundenverwaltung über die Reklamationsbearbeitung bis hin zur Fakturierung und Zahlungsverwaltung perfekt ab. Nicht integriert waren die Kollektionsentwicklungsprozesse. Das Produktdatenmanagement für die Kollektionserstellung wurde über PC-Programme erstellt und war somit eine Insellösung ohne Schnittstelle zum ERP-System.
„Lange schon wollten wir unser ERP- mit dem PDM-System verbinden“, sagt Harald Danielzik, IT-Leiter bei Sanetta. Denn obwohl ERP- und PDM-Lösung für sich betrachtet ihre Aufgaben sehr gut erfüllten, war ihre fehlende Zusammenarbeit ein echtes Manko; vor allem die Doppelerfassung von Artikelstammdaten führte zu erheblichem Mehraufwand und auch zu Fehlern im Produktionsprozess.
Die Lösung schien nur auf den ersten Blick sehr einfach: Mit einer Schnittstelle sollten die Daten aus dem führenden ERP-System in die PDM-Software übernommen werden. Diese Schnittstelle in Protex zu schaffen, wäre zwar möglich aber mit Kosten im sechsstelligen Bereich verbunden gewesen. Eine Investition dieser Größenordnung in das bestehende System kam für Sanetta nicht in Frage, so dass die Suche nach Alternativen weiter ging.
Erst mit der iNext-Suite von ML-Software hat Danielzik „eine praktikable und bezahlbare Technologie zur Integration von System i- und PC-Software“ gefunden. Ein mehrsprachiger Client mit diversen funktionalen Erweiterungen für das bestehende ERP-System war mit iNext bereits realisiert und erfolgreich im Einsatz – inklusive der Einbindung von Daten und Software wie Microsoft Office.
Im nächsten Schritt wurde daher mit iNext eine integrative .Net-Lösung geschaffen, die die PDM-Insellösung ablöst und das Texdesign von Koppermann mit dem bestehenden ERP-System zusammenführt. Artikeldaten werden damit einmalig zentral auf dem System i erfasst, gepflegt und gesichert. Alle User, die im Kollektionsentwicklungsprozess involviert sind – auch die ausländischen Produktionsstätten – können jetzt mit nur einem Tool in jedem Stadium ihrer Arbeit schnell auf die gespeicherten Daten, Zeichnungen und Bilder zugreifen.
Diese verbesserten Arbeitsabläufe haben die Motivation der Mitarbeiter und damit auch die Qualität ihrer Arbeit positiv beeinflusst. Der Zeitgewinn schlägt sich direkt in einer höheren Effizienz nieder, denn es gibt weniger Missverständnisse, Nachfragen und verbale Erklärungen.
Insbesondere die vielfältige Integration von Zeichnungen und Fotos brachte Verbesserungen in vielen Unternehmensbereichen, insbesondere bei der Kommunikation sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit Lieferanten und Kunden. Denn das maßgeschneiderte neue PDM-Tool wird über die Kollektionsentwicklung hinaus bis hin zum Vertrieb eingesetzt. Neben Bildkatalogen für die Lieferanten werden auch Verkaufsbücher für den Außendienst erstellt.
„Dieses Integrationsprojekt hat unsere Erwartungen übertroffen und bietet noch viel weiteres Optimierungspotential“, lautet das Fazit von Ulrike Eppler, der mit der Projektleitung beauftragten Unternehmensberaterin von Texaffair. „Die hard-facts untermauern dies eindrücklich: Der Aufwand von 35 Manntagen amortisiert sich allein durch die zentrale Eingabe und Pflege der Stammdaten innerhalb von nur 15 Monaten. Hinzu kommen Effizienzsteigerungen im Design- und Musterungsprozess, Wegfall von Lizenzgebühren sowie soft-facts wie die gestiegene Motivation der Mitarbeiter und die perfekte Datentransparenz der Kollektionen, so dass von einer Amortisationszeit von weniger als einem Jahr ausgegangen werden kann.“
Bildquelle: Sanetta