Advas Glasfasertechnik bereit für geheime Verschlusssachen

BSI bestätigt Abhörsicherheit

Die „Fibre Service Platform“ FSP 3000, eine optische Netzwerktechnologie für Telecoms und Provider von Adva Optical Networking, wurde im Zusammenspiel mit der Verschlüsselungstechnologie Connect Guard vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) zur Verarbeitung vertraulich eingestufter Daten zugelassen. Sie darf nun auch Daten übertragen, die gemäß den Geheimhaltungsstufen „Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) sowie „EU Restricted“ bzw. „Nato Restricted“ klassifiziert sind.

Verschlüsselt wird auf der optischen Übertragungsebene („Layer 1“) des Netzwerkes, wobei auch das Fibre-Channel-Protokoll in einem Signal mit 100Gbit/s übertragen werden kann. Connect Guard sorgt so für einen vollständigen Schutz des Netzes - ohne die Komplikationen, die zuvor bei der Verschlüsselung übermittelter Daten auftraten. Hinzu kommt, dass diese Technologie von Adva kosteneffizient und latenzarm ist sowie den nativen Transport sämtlicher Rechenzentrumsprotokolle unterstützt. Behörden können nun die Sicherheit ihrer Netze maximieren, ohne dass Leistungseinbußen auftreten oder höhere Kosten entstehen.

Connect Guard ist eine Transportnetzverschlüsselung zur sicheren Datenübertragung und ist die erste vom BSI zugelassene Layer-1-Lösung für den Schutz von Fibre-Channel-Daten in 100-Gbit/s-Netzen, die Glasfaserverbindungen für die genannten Geheimhaltungsstufen verschlüsselt. Dank Verschlüsselung gemäß „Advanced Encryption Standard“ (AES), dynamischem Schlüsselaustausch und separater Verwaltung der Verschlüsselungsumgebung erfüllt Connect Guard laut Advas Technikvorstand Christoph Glingener „auch strengste regulatorische Anforderungen“. Die Lösung, die bereits auf allen Kontinenten im öffentlichen Sektor zum Einsatz komme, stehe nun auch bereit, einen Beitrag zum Schutz kritischer Infrastrukturen in Deutschland zu leisten, etwa in den Bereichen Energie und Wasserversorgung, Gesundheitswesen und Transport.

„Unsere Sicherheitslösung wird aktuell in über 250 Netzen weltweit eingesetzt“, erklärt Adva-Manager Ulrich Schlegel. „Ein Großteil davon sind Transportnetze der öffentlichen Hand. Deshalb die Anfrage aus Behördenkreisen, die Plattform durch das BSI zuzulassen, wenig überraschend.“ Connect Guard sei zudem bereits von führenden IT-Unternehmen zertifiziert, darunter IBM, Brocade und Dell/EMC. Die BSI-Zulassung für Verschlusssachen der Geheimhaltungsstufe NfD sei die passende Antwort auf das gestiegene Cyberrisiko, weil sie helfe, „die Sicherheit der Netze der deutschen Bundesregierung sowie der nationalen Infrastruktur zu verbessern."

Bildquelle: Adva Optical Networking

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