25.09.2017 Neue Cebit: Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt

Cebit-Macher feilen am Angebot

Zu den wichtigsten Themen der nächsten Cebit soll im Juni 2018 die „Künstliche Intelligenz“ gehören. „KI ist die spannendste technologische Entwicklung, die Leben und Arbeit in den nächsten Jahren prägen wird. KI hat die Kraft, die Welt zu verändern“, begründet Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG in Hannover, die Entscheidung der Messemacher. Bereits neun Monate vor Messebeginn zeichne sch ab, dass zahlreiche Aussteller KI in den Mittelpunkt rücken werden.

Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG und Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung IBM Deutschland

Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG und Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung IBM Deutschland

IBM hat sich als eines der ersten Unternehmen für eine Teilnahme an Cebit 2018 entschieden, die nach mehreren wenig erfolgreichen Versuchen erneut reformiert und vom März in den Juni verschoben wird. „Die Cebit im Sommer und als Festival digitaler Innovation – das allein klingt schon so spannend, dass wir uns nicht lange überlegen mussten, mit von der Partie zu sein“, sagt Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung IBM Deutschland. „Wir wollen das neue Konzept mit Leben füllen und laden heute schon zu einer digitalen Reise ein, die in die vernetzte Welt aus Cloud, Cognitive und künstlicher Intelligenz führt – egal ob Partner, Entscheider aus der Businesswelt, Start-ups oder die Developer Szene.“ Man lade alle Messebesucher in zwei Pavillons direkt am neuen d!campus ein.

Auch bei Europas größter Institution für angewandte Forschung, der Fraunhofer-Gesellschaft, laufen die Planungen für das nächste Messejahr bereits auf Hochtouren. KI, kognitive Systeme und lernende Maschinen spielen auf ihrem Messestand in Halle 27 eine zentrale Rolle. „Die digitale Transformation und die damit einhergehende vernetzte Welt mit ihren innovativen Geschäftsmodellen und Produkten stehen bei uns ebenso im Fokus wie die damit verbundenen Anforderungen an Sicherheit und Infrastruktur“, sagte Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Doch für eine dauerhafte Technologieführerschaft Deutschlands im Bereich KI sind nicht nur Schlüsseltechnologien gefragt, sondern auch der gesellschaftliche Dialog. Umso mehr freuen wir uns auf die neue Cebit. Eine Messe ist schließlich mehr als eine Sammlung von Ständen – sie ist ein Ort der  Begegnung.“

Vier Elemente, eine Messe

Die neue Cebit besteht aus vier Elementen: Das Element d!conomy bietet die Bühne für die Digitalisierung von Unternehmen und Verwaltung. Für die Aussteller steht hier die Geschäftsanbahnung im Mittelpunkt. Die Themen „Digital Office, Prozess- und Datenmanagement, Security, Kommunikation, Devices und Infrastruktur“ bestimmen die Agenda.

Als zweites Element soll d!tec innovative Technologien präsentieren, die an der Schwelle zur Markteinführung stehen, aber auch disruptive Geschäftsmodelle und neue Wertschöpfungsnetzwerke. So soll d!tec verdeutlichen, was zukünftig machbar sein kann. Aussteller sind Forschungsinstitute und Startups.

Den Raum für den notwendigen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Diskurs schaffen soll das Konferenzformat d!talk als drittes Element der neu konzipierten Messe – und zwar mit einer zentralen Keynote-Bühne und mehr als zehn kleineren Bühnen mitten in den jeweiligen Themen von d!conomy und d!tec. Der Veranstalter will „Querdenker, Visionäre, Experten und inspirierende Strategen aus aller Welt“ einladen, wie etwa Jaron Lanier.

Zum Herz der neuen Cebit soll der d!campus unter dem Expo-Dach werden, auf dem laut Frese Technologie auf Emotionen trifft. Der d!campus vereine Digitalisierung und Kultur und schafft den Rahmen für Networking und Interaktion bis in die Abendstunden. „Er wird die multikulturelle Plattform für Begegnung und Netzwerken, spricht mit dem Rahmenprogramm und der Inszenierung alle Sinne an und schafft Raum für Erlebnisse, digitale Showcases und kulturelle Inszenierung“, heißt es dazu offiziell von den Veranstaltern. Man darf gespannt sein.

Bildquelle: Cebit

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