Chris Hsu war zuvor COO von HPE und Executive Vice President sowie General Manager der HPE Software-Sparte.
Mit dem Abschluss der Fusion wird der bereits seit Jahresbeginn designierte Firmenchef Chris Hsu auch offiziell zum CEO von Micro Focus – er war zuvor COO von HPE und Executive Vice President sowie General Manager der HPE Software-Sparte.
„Der heutige Tag ist ein wichtiger Meilenstein für Micro Focus, und ich fühle mich geehrt, dieses Team anführen zu dürfen“, wird Hsu in einer Pressemitteilung zitiert. Man werde „Unternehmen besonders effektiv darin unterstützen, den ROI ihrer bestehenden Software-Investitionen zu maximieren – und zugleich das neue, hybride Modell der Enterprise-IT umzusetzen.“ Zum Portfolio gehören Software-Entwicklungsumgebungen (Stichwort: Cobol) ebenso wie Lösungen zur Host-Connectivity (Rumba) oder Security (NetIQ), aber auch Klassiker wie Novell oder Suse Linux.
Hsu zitiert die aktuelle Studie “Hybrid IT Takes Center Stage” der Harvard Business Review, laut der eine wachsende Zahl von „Anwendungen in Zukunft in fremdbetreuten Rechenzentren laufen wird. Kritische Legacy-Anwendungen dagegen bleiben vorerst in den Unternehmen. Die Herausforderung besteht darin, den Mix verschiedener Systeme zu orchestrieren; Hybrid IT wird zum vorherrschenden Ansatz – wer es schafft, eine robuste hybride IT zu entwickeln, wird einen Vorsprung vor der Konkurrenz haben.“ Das gilt gerade auch für Anwender der Plattform IBM i.
Micro Focus fokussiert sich laut Hsu mit mehr als 5.800 Mitarbeitern in der Entwicklung darauf, Unternehmens-Software zu entwickeln, zu vertreiben und seine Kunden bei deren Betrieb zu unterstützen – gerade auch bei der Bewältigung komplexer Herausforderungen der Enterprise IT. In das fusionierte Unternehmen bringt Micro Focus insgesamt knapp 4,600 Beschäftigte ein, HPE Software mit rund 14.000 drei mal soviele; ein Personalabbau wurde aber bereits avisiert.
Hsu positioniert sein Unternehmen als „Partner für die Chancen und Herausforderungen des neuen hybriden Modells der Enterprise IT – vom Mainframe über Mobile bis zur Cloud“. Konkret nennt er die Bereiche:
„Wir bleiben unserer erfolgreichen Unternehmensstrategie treu“, sagte Kevin Loosemore, Vorstandsvorsitzender von Micro Focus. „Wir kombinieren Software-Assets mit doppeltem Nutzen: Unsere Investoren profitieren von hoher Wertschöpfung und unsere Kunden können das extensive Portfolio nutzen, um den Wert ihrer bestehenden IT-Investitionen zu maximieren und neue Technologie zu adoptieren. Wir verbinden das Alte und das Neue.“
Bildquelle: HPE