28.02.2017 Endpoint-Management auch außerhalb des Firmennetzes

Cloud-Gateway für Thin-Clients

Von: Marian Weber

Mit dem Cloud-Gateway stellt der Bremer Thin-Client-Hersteller Igel eine neue Software vor, über die alle Igel-OS-basierten Endgeräte über eine Standard-Internetverbindung verwaltet werden können. Kostspielige VPN-Lösungen sind damit überflüssig.

Bei der Bereitstellung einer sicheren, verschlüsselten Internetbasierten Verbindung für externe Mitarbeiter sehen sich IT-Chefs mit großen Herausforderungen konfrontiert – von steigenden Kosten für VPN- oder Standleitungslösungen bis hin zu Einschränkungen der NAT-Technologie hinsichtlich Sicherheit, Skalierbarkeit und Servicequalität.

Das neue Gateway schafft hier Abhilfe: Es fungiert als virtueller Tunnel und unterstützt eine verschlüsselte Zwei-Wege-Kommunikation, die auf offenen Kommunikationsstandards – einschließlich TSL/SSL-Verschlüsselung und Web-Socket-Protokoll – basiert. Egal, ob sich das Gateway in der Cloud oder in der DMZ des Firmennetzes befindet: es garantiert die sichere Verbindung, authentifiziert durch digitale Zertifikate (PKI).

Diese Software erweitert so den Einsatzradius der Universal-Management-Suite UMS von Igel auch auf Endgeräte, die sich außerhalb eines Firmennetzes befinden. Dies gilt auch für alle x86-basierten Endgeräte, die mit dem „Universal Desktop Converter“ (UDC) in einen Thin-Client umgewandelt wurden sowie für den kürzlich vorgestellten Micro Thin-Client UD Pocket. In allen Fällen sorgt das Cloud-Gateway laut Matthias Haas, CTO bei Igel Technology, für eine sichere Verbindung zwischen UMS und den Endgeräten – ganze ohne VPN-Verbindung oder Standleitungen.

Einfaches Zero-Touch-Deployment

„Die Zahl der Mitarbeiter, die auch von zu Hause oder unterwegs auf ihre Desktops, Daten oder Anwendungen zugreifen müssen, wächst stetig“, weist Haas auf ein akutes Sicherheitsproblem aller Branchen hin. Das Cloud-Gateway schließe die Sicherheitslücke, „die durch internetbasierte Kommunikation außerhalb des Unternehmensnetzwerks entsteht. Als sicherer, virtueller Tunnel verbindet es UMS und Geräte unter Igel-OS miteinander und ermöglicht gleichzeitig ein standardisiertes Endpoint-Management.“

Kunden, die bereits Igel-OS-Geräte nutzen, können mit dem Gateway den einheitlichen Managementansatz weiter ausbauen – „egal, an welchem Standort sich das Endgerät befindet“, so Haas. Die Einrichtung des Cloud-Gateways gestalte sich einfach – eine Vorkonfiguration oder Vorab-Installation durch die IT-Abteilung sei überflüssig. Das mache dieses Produkt auch für Managed-Service-Provider, Reseller und andere Lösungsanbieter interessant: Sie können ihren Kunden eine ganzheitliche Endpoint-Management-Lösung zur Verfügung stellen, die Software, Services und Hardware umfasst und die innerhalb wie außerhalb des Firmennetzes einsetzbar ist.

Das Cloud-Gateway ist ab sofort verfügbar. Es unterstützt werden alle Igel-OS-Versionen ab Linux 10.01.310 und kann als ein- oder dreijährige erneuerbare Lizenz über alle Igel-Partner erworben werden.

Bildquelle:  Igel Technology

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