22.04.2017 Benutzervereinigung aktives Mitglied der Mittelstandsallianz BVMW

Common intensiviert Aktivitäten

Common Deutschland intensiviert die Aktivitäten zur Unterstützung mittelständischer IT-Leiter. So ist die Benutzervereinigung der IBM-i-Anwender seit kurzem aktives Mitglied der Mittelstandsallianz „Bundesverband Mittelständische Wirtschaft“ (BVMW). Außerdem gibt Common die Termine der nächsten Regionaltreffen in Hamburg, Köln, München und Stuttgart bekannt.

Heidi Schmidt, die Vorsitzende des Anwendervereins Common Deutschland

Die Regionaltreffen bieten interessierten IT-Verantwortlichen mittelständischer Unternehmen ein  Forum für Erfahrungsaustausch, Expertenrat und Einblick in Zukunftstrends, sagt Heidi Schmidt, die Vorsitzende des Anwendervereins Common Deutschland. Ziel sei es, die Herausforderungen mittelständischer IT-Leiter – wie IT-Sicherheit, Cloud-Nutzung, „Big Data“ oder regulatorische Auflagen – gemeinsam besser zu bewältigen.

Darüber hinaus bringt sich Common seit kurzem als aktives Mitglied im BVMW ein. Aktuell geht es dabei um die Herausforderungen der Digitalisierung: „Ohne eine digitale Infrastruktur und ein zuverlässiges Breitbandnetz ist in vielen ‚weißen Flecken’ Deutschlands Digitalisierung schlichtweg nicht möglich“, hält Marco Junk, Geschäftsführer des BVDW fest. Laut Schmidt arbeiten viele Mittelständler zudem mit veralteten Hard- und Softwaresystemen. Junge Mitarbeiter kennen diese Systeme oftmals nicht mehr. „Dies ist eine Facette des Fachkräftemangels, mit der Unternehmen in der Praxis sehr häufig konfrontiert werden“, so Schmidt weiter.

Common-Vorstand Burkhard Fertig weist darauf hin, dass die technische Revolution rund um Industrie 4.0 ganz neue Herausforderungen für den IT-Betrieb schafft: Plötzlich kommen Fachabteilungen, Lieferanten und Kunden mit konkreten Anforderungen auf die IT-Funktion zu, die diese mit klassischer IT so nicht mehr lösen können. Aufgabe ist, diese neuen Anforderungen zu verstehen und Lösungen, meist auf  in der Cloud verfügbar, mit traditionellen Anwendungen zu vernetzen und dort einzubinden.

„Big Data“ im Mittelstand

Burkhard Fertig führt ein Beispiel an: Ein Hersteller beschließt, in seine Produkte Datenlogger einzubauen und die so gesammelten Daten über Nutzungsumfang, Betriebszustand, Fehler-Codes und Verhalten der Bediener gezielt auszuwerten. Gesammelt werde dies in der Cloud, dort mit Hilfe von Business Intelligenz aggregiert und per Schnittstelle an IBM i-Systeme übertragen. Hier beginne de eigentliche Arbeit, denn im Dialog mit Fachabteilungen müssten Prozesse „radikal neu aufgesetzt“ werden. Aufgabe des IT-Chefs sei es, in der Diskussion mit den Fachabteilungen dafür zu sorgen, dass IT-Systeme entweder vorgedachte – automatisierte – Prozesse auslösen oder die richtigen Stellen unverzüglich mit einer Handlungsinformation versehen.

Technische Vorgänge werden laut Fertig nicht mehr in PDF-Dokumenten mit Handlungsanweisungen verteilt. Jetzt sei es sinnvoller, ein Video über den korrekten Vorgang zu drehen und dieses im System mit den betroffenen Artikeln oder Jobs zu verlinken. Es erfolge dann keine Schulung mehr auf Vorrat, sondern eine Instruktion während des konkreten Einsatzfalls. Wer es zusätzlich schaffe, dies mit einem Wiki zu verbinden, in dem Kollegen ihre Erfahrungen schildern, spare erhebliche Schulungskosten ein.

Die Termine der nächsten Regionaltreffen sind Donnerstag, 27. April in Stuttgart (zum Thema „IT Security im digitalen Zeitalter“) und Dienstag, 9. Mai in Hamburg (zu den beiden Themen IT-Security und Generationswechsel / Erfolgreiche Nachwuchsarbeit). Der Arbeitskreis Hana on IBM Power trifft sich am 1. Juni beim mittelständischen SAP-Anweder Multivac Sepp Haggenmüller in Wolfertschwenden. Das Motto lautet: "What run´s SAP best?" Und auch der Arbeitskreis SAP on i hat sein nächstes Treffen terminiert; er trifft sich am 21.6. in Hamburg beim SAP-Anwender Reyher. Anmeldungen zu diesen Veranstaltungen sind über office@common-germany.com möglich.

Weitere aktuelle Themen im IT-Betrieb bei Mittelständlern sind nach Einschätzung des Common-Vorstandes:

  • „Zugferd“, der neue Standard für elektronischen Austausch von Rechnungsdaten.
  • Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018  wirksam wird. Auffällig sei, dass die Behörden inzwischen massiv Personal dafür aufrüsten.
  • Bereits seit dem 1. Januar 2015 gelten die „ Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ (GoBD) als Nachfolger der GDPdU und GoBS. Wichtig zu wissen ist, dass die zweijährige Schonfrist am 1. Januar 2018 abläuft. Wer noch keine E-Mail-Archivierung betreibt, sollte sich hier unverzüglich schlau machen.

Über Details zu diesen und weiteren Themen will Common in künftigen Newslettern berichten – und Regionaltreffen und Konferenzen als Informations- und Austauschplattformen für ihre Mitglieder und Gäste bereitstellen. „Hierzu werden auch dringend Referenten aus den teilnehmenden Unternehmen gesucht“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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