Sprach- und Gestensteuerung für fahrerlose Transportfahrzeuge: Auf der Hannover Messe sind die Ergebnisse des Forschungsprojekts „FTF out of the Box“ zu sehen.
In der Fabrik der Zukunft müssen sich Lagerarbeiter nicht mehr selbst ans Steuer eines Gabelstaplers setzen, sondern können Arbeitsaufträge an intelligente, fahrerlose Transportfahrzeuge abgeben. Eine entsprechende Technologiestudie wird am niedersächsischen Gemeinschaftsstand (Halle 2, Stand A08) zu sehen sein.
Bei Arbeitsanweisungen wie „Lagere diese Palette in Regal 3“ versteht das Fahrzeug nicht nur die Worte, sondern auch die dazugehörigen Gesten und erkennt beispielsweise, auf welche Palette die Person zeigt. Zudem findet sich das Fahrzeug selbstständig in Fabriken und Lagerhallen zurecht. Mithilfe von 3D-Kameras erfasst es seine Umgebung und orientiert sich ähnlich wie ein Mensch: Indem es sich markante Punkte im Raum merkt.
Verändert sich die Umgebung, weil etwa ein Regal zur Seite gerückt wird, kann sich das Fahrzeug daran anpassen – ganz im Sinne der Industrie 4.0. Dadurch ist es in der Lage, sich frei zu bewegen. Im Gegensatz zu bisherigen fahrerlosen Transportsystemen benötigt es keinerlei vorgegebene Wege, etwa in Form von Magnetsensoren oder Führungslinien auf dem Boden. Weil diese Investitionen entfallen, wird sich die neue Technologie auch für kleine und mittlere Unternehmen lohnen.
Noch gibt es den intelligenten Schubmaststapler nicht zu kaufen, auf der Messe wird zunächst eine Technologiestudie präsentiert. Entstanden ist diese in einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Jungheinrich AG und des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) mit der Basler AG, der Götting KG und dem Institut für technische Informatik der Universität zu Lübeck (ITI). Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „FTF out of the Box“ finden sich im Internet unter www.ftf-out-of-the-box.de.
Bildquelle: Jungheinrich AG