IT-Experten informierten sich bei Profi in Darmstadt, wie sie die technische Erneuerung ihrer Power-i-Infrastruktur stemmen können.
Keynote-Sprecher Ralf Dannemann, bei IBM Direktor für das Power-Geschäft im deutschsprachigen Raum.
Jörg Prings, Geschäftsstellenleiter Darmstadt/Mannheim bei der Profi AG.
Heidi Schmidt, Geschäftsführerin der PKS Software GmbH.
Ralf Dannemann, bei IBM Direktor für das Power-Geschäft im deutschsprachigen Raum, eröffnete als Keynote-Sprecher die Veranstaltung. Er stellte die Roadmap für die Power- und i-Technologie vor und brachte zahlreiche Beispiele für die hohe Investitionssicherheit, mit der die Kunden auch in den nächsten mindestens zehn Jahren rechnen dürfen. Der Verkauf der x-Series-Sparte an Lenovo stellt laut Dannemann vor allem klar, wie elementar wichtig die Power-Plattform für IBM ist.
Interessant auch Dannemanns Nachricht, dass die Anzahl neuer IBM-i-Kunden seit geraumer Zeit wieder wächst. Vor allem in den aufstrebenden Industrieregionen in Osteuropa und in Asien werde die Technologie IBM i geschätzt. Dort würden Kunden bevorzugt darin investieren, biete doch kein anderer Hersteller eine solch kompakte Technologie zu solch niedrigen TCO-Kosten.
Im Anschluss stellte Jörg Prings, Geschäftsstellenleiter Darmstadt/Mannheim bei der Profi AG, die Anforderungen an moderne RZ-Infrastrukturen vor. Profi bietet hier nicht nur Unterstützung durch Infrastrukturservices über Cloud-Lösungen, IT-Security, Backup/Restore und Cloning, sondern auch Dienstleistungen in den Bereichen Managed Services und SAP-Basisbetrieb.
Vielfältige Ansätze zur Modernisierung
Im Detail wurde auf der Veranstaltung erläutert, wie die Pure-Familie integrierte Systeme auch mit AS/400-Anwendungen betreiben kann, wie Kernsysteme aus der AS/400-Welt mit Hilfe der PKS Application Analysis Suite (PAAS) visualisiert, dokumentiert und im Griff gehalten werden, wie sich die Usability für Software-Anwender mit des Web API verbessern lässt und wie man mit IBM Worklight die Anwendungen mobil macht.
Heidi Schmidt, Geschäftsführerin der PKS Software GmbH, erläuterte aber auch eindringlich, warum viele IT-Verantwortliche nicht nur solch eine technische Erneuerung der Power-i-Infrastruktur stemmen müssen, sondern derzeit vor allem vor der Herausforderung des Generationenwechsels in der Belegschaft stehen. So gilt es doch, die drei aktiven Generationen der Babyboomer, der Generation X sowie der nachrückenden Generation Y in eine konstruktive Zusammenarbeit zu bringen. Gelingt dies nicht, können die in den letzten 10 bis 25 Jahren durch maßgeschneiderte Anwendungen geschaffenen Werte nicht weiter genutzt werden.
Damit die Zukunft auf Basis der Plattform IBM i durch einen erfolgreichen Generationswechsel aktiv gestaltet werden kann, hält Schmidt sechs zentrale Elemente für entscheidend:
1. Eine Top-Technologie-Plattform wie Power i
2. Eine moderne Entwicklungsumgebung und Werkzeuge zur Code-Visualisierung und -Dokumentation, damit die Kernsysteme auch für nachrückende Entwickler beherrschbar werden. Damit reduziert sich lt. Schmidt die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter um bis zu 50 Prozent.
3. Eine Neu-Gestaltung der Bedienoberflächen der 5250-Anwendungen. Laut Schmidt können durch bessere, integrative Oberflächen die Anwender i.d.R. um bis zu 25 Prozent produktiver arbeiten.
4. Einen wertschätzenden Umgang zwischen den „alten Hasen“ als Knowhow-Träger und den nachrückenden „Greenhorns“. Nur wenn Erfahrung und Innovation konstruktiv zusammentreffen, könne das Unternehmen aus seiner Individualsoftware weiter Nutzen ziehen
5. Die richtigen Lösungspartner im Bereich der Infrastruktur wie auch der Software, die Impulse setzen und das Team auch in turbulenten Phasen stabil begleiten
6. Eine Community für den IBM-i-Nachwuchs – hier wies Schmidt vor allem auf den Anwenderverein Common Deutschland hin, in dem sie seit Herbst 2012 als Vorstand tätig ist.
Bildquelle: PKS GmbH