Eines sticht laut Geschäftsführer Dr. Eric Scherer hervor: Nicht die Marktführer beherrschen den Markt, sondern die vielen kleinen und mittelgroßen Anbieter mit funktional ausgereiften, „cleveren“ und kundennahen Lösungen. Das liege auch daran, dass es einen wirklich „globalen“ ERP-Markt gar nicht gibt: ERP sei im Grunde immer lokal geprägt und werde demzufolge von lokalen Anbietern bzw. lokalen Partner der globalen Anbieter beherrscht.
Der Fokus im ERP-Markt liegt klar auf Funktionalität und der Nähe zu den Kunden, so Scherer. Das sei die Stärke, aber auch das Problem der deutschen Anbieter: Neben dem Marktführer SAP hat sich letztlich kein anderes ERP-System aus dem deutschsprachigen Raum am internationalen Markt plazieren können.
Den deutschsprachigen ERP-Markt sieht Scherer zwar qualitativ als weltweit führend an; das Investitionsvolumen in Relation zur Wirtschaftsleistung, aber auch zu den Userzahlen sei weltweit einmalig. ERP-Systeme leisten damit auch einen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands. Dennoch: Der US-Markt ist absolut gesehen zehn Mal so groß und bietet damit ein viel besseres Sprungbrett in den Weltmarkt.
„In den zehn Jahren, die wir die ERP-Zufriedenheitsstudie durchführen, haben wir vor allem eines gelernt“, weiß Scherer. „Technologie ist eine Commodity, die allen ERP-Herstellern mehr oder weniger gleich zur Verfügung steht. Der wirkliche Erfolg beim Kunden stellt sich durch die Servicequalität ein. Dabei sollte man wirtschaftlichen Erfolg nicht mit zufriedenen Kunden gleichsetzen.“
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