29.07.2017 Dev-Ops-Funktionen für die RZ-Automation

Die BMC Control-M Workbench

Von: Berthold Wesseler

Um neue Dev-Ops-Funktionen erweitert hat der US-Konzern BMC sein auch für das System i nutzbares Scheduling-System Control-M. Bei der neu vorgestellten Control-M Workbench handelt es sich um eine kostenlose, eigenständige Entwicklungsumgebung, die Administratoren und Operatoren im Self-Service-Verfahren bedienen können, um Innovationen im Bereich Multi-Cloud voranzutreiben.

Die Workbench, seit Mitte Juni verfügbar, erweitert den Funktionsumfang der Suite Control-M Automation API, die 2016 vorgestellt wurde. Sie bietet Tools und Programmierschnittstellen, die es den IT-Abteilungen ermöglichen, die Automatisierung von Batch-Jobs in Eigenregie erstellen, ändern, planen und überwachen zu können.

Die neue Workbench kann laut Ingo Marienfeld, Geschäftsführer bei BMC Deutschland, „innerhalb weniger Minuten“ bereitgestellt werden und lässt Software-Entwickler auf dieselbe Weise, in der sie auch andere Programmieraktivitäten ausführen würden, selbstständig Workflows schreiben, debuggen und testen.

Diese Verlagerung des Testens, Überwachens und Automatisierens sowie der Richtlinieneinhaltung in ein früheres Stadium des Entwicklungszyklus wird häufig als „Shift-Left“-Strategie bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Massnahme zur Beschleunigung von digitaler Service-Innovation.

Das Jobs-as-Code-Konzept

Julie Craig von Enterprise Management Associates (EMA) erklärt: „Das Jobs-as-Code-Konzept unterstützt den Shift-Left-Trend im Sinne der Spezifikation der Arbeitsorganisation, sodass die Arbeitsabläufe, die zur Ausführung einer bestimmten Aufgabe notwendig sind, selbst Teil des Programmcodes werden.“

Beim Jobs-as-Code-Ansatz können Entwickler mit ihren Dev-Ops-Werkzeugen die Automatisierung von Geschäftsanwendungen direkt in die Arbeitsabläufe der Anwendungsfertigstellung integrieren und eine Shift-Left-Strategie für Geschäftsanwendungen verfolgen. Der operative Unternehmensbereich erhält getestete, betriebsbereite Anwendungen, da Entwickler direkten Zugang zu Control-M haben. Das Power System i wird in das zentrale Scheduling über den Control-M/Agent for iSeries (AS/400) einbezogen.

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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