Den Betrieb virtueller Server automatisieren

DPCM, der Manager für die Private Power Cloud

Mit dem neuen Dynamic Power Cloud Manager (DPCM) bietet Fritz & Macziol eine Lösung, mit der sich der Betrieb virtueller Server für IBM Power-Systeme unter AIX und Linux automatisieren und nutzungsgerecht abrechnen lässt.

Frank Haines, Fritz & Macziol

Fritz & Macziol-Geschäftsführer Frank Haines will den Einstieg in das Cloud Computing kostengünstiger gestalten

„Damit ergänzen wir unsere aktuellen Cloud-Aktivitäten, wie etwa unsere Test- und Development Cloud mit Vmware, um eine Lösung für AIX-Kunden, denen wir nun einen kostengünstigen Einstieg in das Cloud Computing bieten können“, ergänzt Frank Haines, Geschäftsführer des Ulmer Systemhauses Fritz & Macziol. Der Support von IBM i ist nach Informationen von DV-Dialog für die Folgeversion des Dynamic Power Cloud Managers (DPCM) geplant; aktuell wird System i noch nicht unterstützt.

Kern der neuen Lösung ist ein webbasiertes Frontend, über das die Benutzer neue und vorhandene Systemumgebungen und deren Software-Komponenten mit wenigen Mausklicks konfigurieren können. Diese werden dann in kurzer Zeit über die Private Cloud automatisch zur Verfügung gestellt. „Wir haben DPCM bewusst einfach gestaltet“, erklärt Michael Ganzhorn, Technischer Vertrieb des IBM-Partners. „Damit lohnt sich der Einsatz auch schon für Unternehmen, die nicht mehr als vier oder fünf LPARs für Test oder Entwicklung nutzen.“

Über das Portal kann der Administrator die entsprechenden Umgebungen vordefinieren und weitere Einstellungen vornehmen, wie etwa die bereit gestellten Systemressourcen auswählen. DPCM ist laut Ganzhorn für Unternehmen gedacht, für die aufwändige Cloud-Lösungen auf Basis spezieller Software-Lösungen zu kostenintensiv sind, andererseits der Funktionsumfang der Hardware Mangement Console (HMC) nicht ausreicht. Der DPCM unterstützt IBM-Server ab Power5-Technologie und soll bis Ende des Jahres bei ersten Anwendern implementiert werden.

Über das Web-Frontend kann sich ein Benutzer dann seine Server-Umgebung frei zusammenstellen. Dazu wählt er die Host-Namen aus, definiert das Betriebssystem, die Anzahl der CPUs, die Größe von Arbeitsspeicher und Plattenplatz sowie LANs oder benötigte Software-Pakete. Die Unterstützung von „Processor Pools“ und „CPU Capping“ kann zu deutlichen Kosteneinsparungen bei diversen Lizenzierungsmodellen der Software-Hersteller beitragen.

Auch das bewährte „Any Service on any System“-Konzept von Fritz & Macziol wurde im DPCM integriert und ermöglicht somit bei eventuellen Systemausfällen einen Restart der betroffenen Anwendung auf einem zweiten System. Zusätzlich überwacht DPCM sowohl die Performance als auch die Systemauslastung und stellt dies grafisch dar. Auf diese Weise kann der Administrator sofort erkennen, wenn Performance-Engpässe drohen, und entsprechend reagieren.

Im integrierten Abrechnungsmodul können den einzelnen Systemkomponenten wie CPU-, Hauptspeicher- oder Plattennutzung auch Kosteninformationen zugeordnet und diese anschließend je LPAR oder User ausgewertet werden. Dabei ist es auch möglich, zusätzliche RZ-Betriebskosten aufzunehmen. Auf diese Weise will Ganzhorn eine „differenzierte und nutzungsgerechte Abrechnung“ ermöglichen. Die Rechnungsinformationen können als Excel- oder CSV-Datei exportiert und auch für eine interne Leistungsverrechnung in die entsprechenden Tools übernommen werden.

www.fum.de/dpcm

Bildquelle: Fritz & Macziol

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