Dank der verbesserten Energieeffizienz konnten allein im vergangenen Jahr insgesamt 1,4 TWh eingespart werden. Trotzdem wuchsen die Stromkosten für die Rechenzentren zwischen 2008 und 2012 aufgrund der stark gestiegenen Strompreise um zwölf Prozent, ergab eine aktuelle Studie des Borderstep-Instituts im Auftrag des Bitkom. Laut Studie werden die Stromkosten bis 2015 um weitere 200 Mio. Euro steigen. „Stromkosten sind mittlerweile mit Abstand der größte Kostenblock in Rechenzentren“, weiß Bitkom-Vizepräsident Volker Smid. Entsprechend hoch sei die Wirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit der RZ-Betreiber.
Smid sieht mehrere Gründe dafür, dass es gelungen ist, den langjährigen Trend zu mehr Stromverbrauch umzukehren. Zum einen sei die Informationstechnik selbst effizienter geworden; insbesondere konnte der Stromverbrauch von Servern gesenkt werden, wenn sie nicht voll ausgelastet sind. Außerdem sei weniger Energie für die Klimatisierung des RZ sowie seine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) nötig. „In einem durchschnittlichen Rechenzentrum verbrauchen Klimatisierung und USV ca. 40 Prozent des gesamten Stroms“, rechnet Volker Smid vor. Durch Green IT solle der Stromverbrauch in der Zukunft um rund ein weiteres Viertel gesenkt werden.
Die deutschen Rechenzentren (das sind laut Bitkom alle Räume mit mindestens drei physischen Servern) verbrauchen rund 1,8 Prozent der gesamten Stromproduktion hierzulande; dafür sind vier mittelgroße Kohlekraftwerken nötig. Dieser Anteil ist konstant geblieben, da wegen der Wirtschaftskrise und aufgrund anderer Energiesparmaßnahmen der Stromverbrauch insgesamt zurückgegangen ist.
Übrigens: Knapp zwei Drittel aller Server waren 2011 in Rechenzentren installiert, der Rest wurde als Stand-alone-Rechner betrieben.
Bildquelle: Rittal