In den USA kocht der Zorn in der Belegschaft schon so hoch, dass über die Forderung nach dem Rücktritt von CEO Ginny Rometty diskutiert wird, weil sie die Mitarbeiter missbrauche. Wörtlich heißt es bei der Alliance@IBM: "The leadership only cares about money. In the drive to reach the goals of Roadmap/Roadkill 2015 CEO Rometty has neglected and disrespected IBM's greatest asset--its employees."
Auch in Deutschland sollen, je nach Quelle, zwischen 600 und 900 IBMer gehen. Das Unternehmen selbst hält sich bedeckt; es werden schon länger keine Angaben zur Beschäftigung in den Landesgesellschaften mehr gemacht. Im Frühjahr 2012 kursierte das später dementierte Gerücht, dass in Deutschland 8.000 der insgesamt 20.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen.
Massiv betroffen von den Entlassungen ist die Hardware-Sparte der IBM; in der Systems & Technology Group (STG) fallen laut Alliance@IBM in Nordamerika mehr als 1.500 Jobs weg, also fast die Hälfte der seit dem 12. Juni Ausgezählten. Darunter sollen zum Beispiel 60 Stellen in der Entwicklungsabteilung für das Betriebssystem IBM i sein, aber auch 30 Mitarbeiter aus der weltweit aktiven Kundenbetreuung.
Schon im März wurde der Belegschaft in Rochester mitgeteilt, dass die Serverfertigung bis Mitte 2014 in das mexikanische Werk Guadalajara verlagert wird. Laut Gewerkschaft arbeiteten im März noch rund 2.800 IBMer in Rochester. Wie Finanzchef Mark Loughridge bei der Bilanzpressekonferenz zum 2. Quartal 2013 sagte, werde die Hardware-Sparte 2013 nach dem aktuellen Stand der Planung wieder profitabel arbeiten.
http://tk-it.verdi.de/fg_it/ibm
Profil des Standortes Rochester von der IBM-Homepage