Die Fetim Group ist seit fast 100 Jahren in über 40 Ländern in Europa und Asien tätig und beliefert sowohl gewerbliche Endverbraucher als auch den Fachhandel – auch in Deutschland.
Vor fünf Jahren hat die Fetim Group Infor M3 auf dem IBM-System i eingeführt. Seither hat sich der Einrichtungsmarkt radikal gewandelt. Den Einrichtungshäusern, einst Hauptabsatzmarkt von Fetim, haben die Globalisierung und der rasant wachsende Online-Handel stark zugesetzt. Allerdings eröffnen sich auch zahlreiche neue Möglichkeiten im Direktvertrieb.
Durch die Migration in die Cloud will IT-Direktor Frans Beerkens sicherstellen, dass Fetim sich den veränderten Gegebenheiten besser stellen kann. Ein weiterer Grund: Fetim hat zuletzt mehrere internationale Firmen akquiriert, was zu hohen Fluktuationen bei den Anwenderzahlen und den benötigten IT-Ressourcen geführt hat.
Beerkens stand schon immer vor der Herausforderung, bei dem aufstrebenden Unternehmen Überkapazitäten sowie überzählige Hardware abzubauen, wie sie sich nach Akquisitionen ergeben. „Wir erhoffen uns durch die Umwandlung von Fixkosten in variable Kosten hohe Einsparungen in vielen Geschäftsbereichen. Insbesondere müssen wir künftig keine Personalüberschüsse mehr tragen, die sich aus Übernahmen ergeben haben, und können besser mit den sich wandelnden Bedürfnissen in Bezug auf Geschwindigkeit, Speicherplatz, Mobilität und Sicherheit Schritt halten“, ist das Projekt laut Beerkens „primär strategischer Natur“ mit Blick auf Agilität, Flexibilität und einer stärkeren Fokussierung. Man konzentriere sich „auf Produktinnovationen und die sich rasend schnell entwickelnden Vertriebskanäle, während unsere IT-Partner für die Technologie zuständig sind.“
Zudem soll der Cloud-Betrieb den Infrastrukturwandel hin zu mobilen Endgeräten begleiten und fixe Investitionskosten in variable Betriebsausgaben umschichten. Außerdem will Fetim so besser mit den sich immer schneller ändernden Sicherheitsanforderungen Schritt halten.
Sicherheit ist für Beerkens oberste Priorität, seit Fetim auf den globalen Märkten als Käufer anderer Firmen in das Licht der Öffentlichkeit getreten ist und mehrfach Mail- und Malware-Angriffen ausgesetzt war. Bislang noch konnten zwar alle Attacken erfolgreich abgewehrt werden. Deshalb wird der M3-Betrieb an die beiden Hersteller Infor und Amazon Web Services (AWS) ausgelagert, die eine Cloud-Partnerschaft unterhalten.
Für die Implementierung der Cloud-Version müssen nur minimale Anpassungen vorgenommen werden. So kann das Unternehmen standardisierte Prozesse schnell anlaufen lassen. Die Integration von Lösungen, die nicht von Infor stammen und weiter im RZ der Fetim Group betrieben werden – wie etwa ein Lagermanagement-System von JDA – erfolgt über die schlanke Middleware ION.
Über die Fetim Group
Das internationale Handelsunternehmen ist spezialisiert auf Design, Entwicklung, Marketing und Vertrieb von Bauprodukten, Fußböden, Innenausstattung und Sanitär. Beheimated in Amsterdam, arbeitet Fetim dabei mit renommierten Designern wie Piet Boon und Jan des Bouvrie zusammen.
Bildquelle: Fetim Group