Entscheidung gefallen: IFS Applications statt Infor AS

ERP-Umstieg bei der Loh-Gruppe

Zur Vereinheitlichung ihrer Geschäftsprozesse führt die JLU Group, mit Stammsitz im hessischen Haiger, jetzt sukzessive IFS Applications ein. Der entsprechende Auftrag für den weltweit agierenden ERP-Anbieter IFS umfasst Lizenzen und Dienstleistungen.

Profistep Combi aus dem Sortiment der JLU-Tochter Hailo: Ob als einfache, doppelte oder dreifache Anlegeleiter, als Schiebe- oder als frei stehende Doppelsprossenleiter – diese Leiter eignet sich für fast alle Einsätze. Diese Vielseitigkeit wird vom neuen ERP-System auch erwartet.

Die Joachim Loh Unternehmensgruppe (JLU) hat ihren Stammsitz im hessischen Haiger, beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter und ist mit sieben Unternehmen und 17 Tochtergesellschaften weltweit tätig. Sie bedient viele Branchen und ist mit einem breiten Produkt- und Dienstleistungssortiment global aufgestellt. Zum Portfolio gehören u.a. Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Abfallsammlern, Leitersystemen und Steigtechnik, der Industrie-Regalbau oder Hebe-, Handhabungs- und Transportsysteme.

Bisher setzt JLU die ERP-Software Infor AS ein. „Da das bis dato eingesetzte ERP-System von seinem Anbieter nicht mehr weiterentwickelt wird, suchte die JLU Group eine neue umfassende und voll integrierte Lösung, die gruppenweit eingesetzt werden kann“, schreibt Annett Obermeyer, Marketing-Managerin bei IFS in Erlangen, in einer Pressemitteilung. „Im Rahmen eines umfangreichen Auswahlprozesses entschied sich die JLU Group für IFS Applications und beauftragte IFS mit Lizenzen und Dienstleistungen.“

Die Aussage, AS werde nicht mehr weiterentwickelt, sei nicht korrekt, betonte Infor auf Anfrage von DV-Dialog. Man habe erst im November in Mannheim die neue Version AS 3.1 und eine komplette Roadmap für Infor AS vorgestellt. „Zusätzlich zu funktionalen Erweiterungen wird es unter anderem ein neues Web-basiertes User Interface geben“, erklärte Infor-Sprecherin Tanja Hossfeld. AS werde zudem auf die Integrations- und Workflow-Plattform ION angepasst und könne darüber mit neuen Anwendungen verknüpft werden. „Jetzt schon ist die Performance-Management- und Analyse-Software Infor BI für AS verfügbar.“

Umstieg im Frühjahr 2013 eingeleitet

Der Umstieg bei JLU war bereits im vergangenen Frühjahr eingeleitet worden, als die Lotus GmbH Business Consultants bzw. Prozessmanager mit ERP- und Projekterfahrung gesucht hatte, die „bei der Implementierung eines neuen ERP-Systems“ mithelfen sollten und „idealerweise Kenntnisse in Infor AS“ haben. Das Shared Service Center der JLU in den Bereichen IT, Finanzen, Controlling und Personal soll mit IFS Applications die IT-Landschaft der Gruppe harmonisieren und die unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse optimieren.

Dazu soll Lotus die ERP-Lösung sukzessive in allen Unternehmen der Gruppe einführen. „Diese wird die Software künftig in ihrer vollen Breite nutzen – von Rechnungs- und Personalwesen über das Projekt-, Produktions- und Qualitäts-Management bis hin zu Instandhaltung und Vertrieb“, schreibt Obermeyer weiter.

Und Martin Dilthey, der zuständige Projektleiter bei Lotus, lässt sich in der Presseinformation wie folgt zitieren: „Für IFS haben wir uns vor allem wegen des Verständnisses dieses Anbieters für die Belange des Mittelstands und seiner umfassenden Prozesskenntnisse in den unterschiedlichsten Fertigungsindustrien und im Handel entschieden. Außerdem war uns wichtig, dass die Software international eingesetzt werden kann und der Anbieter an allen betreffenden Standorten präsent ist.“

www.ifsworld.com

www.infor.de

www.jlu.de

Bildquelle: Hailo

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