Zapf-Haus aus technisch aufwendigen Betonfertigteilen mit Doppelgarage
Beim Marktführer für Betonfertiggaragen in Europa, der Zapf GmbH mit Zentrale in Bayreuth und Werken in Weidenberg, Baar-Ebenhausen, Neuenburg, Dülmen und Herne, hat man diese Herausforderungen gemeistert. Der Spezialhersteller für technisch aufwendige Betonfertigteile mit über 750 Mitarbeitern, der sich in den letzten Jahrzehnten auf Bau und Vertrieb von Reihen-, Doppelhäusern und Geschosswohnungen sowie Betonfertiggaragen spezialisiert hat, erfreute sich in den letzten Jahren einer sehr guten Geschäftsentwicklung und hat sich im letzten Sommer organisatorisch mit einer neuen Geschäftsführung für die Zukunft ausgerichtet.
Die Zielsetzung lautet: Konzentration im Bereich der Betonreihenhäuser auf Bayern sowie exklusive Angebote für die Garagenbestandskunden (z.B. das relativ neue Produkt Fertigkeller). Wie schon in der jüngsten Vergangenheit ist die „Zapf-Garage“ das Flaggschiff. Hier soll der eingeschlagene Expansionskurs fortgeführt werden.
Um die Herausforderungen im Vertrieb der Zapf-Produkte erfolgreich zu meistern, ist die IT in besonderem Maße gefordert. Von den Vertriebsmitarbeitern im Außendienst werden zeitgemäße Auftragserfassungsmedien verlangt – schließlich will man auch im Verkaufsgespräch dem Kunden signalisieren, dass man technisch mit den Produkten am Puls der Zeit unterwegs ist. Erfasste Auftragsdaten sollen unmittelbar in das Power-i-basierte RPG-System fließen. Auch Mitarbeiter auf der Baustelle oder im Service sollen in diese dezentrale Auftragsbearbeitung mit einbezogen werden.
Mobil erfasste Auftragsdaten wandern ins RPG-System
Natürlich erwartet ein Zapf-Kunde heute, dass er Auftragsinformationen über einen entsprechenden Zugang (z.B. via Mobile App) abrufen kann. Bisher war die dezentrale Auftragsbearbeitung zwar mit einem modernen Windows-Frontend (PKS WebAPI) bedienbar und in andere Anwendungen, wie in Infor AS, SoftM Suite und diverse Lotus-Datenbanken integriert. Doch das reichte nicht mehr. Da kam die Anfrage von PKS für den EDV-Leiter bei Zapf, Burkhard Quindt, gerade recht. PKS suchte im November 2012 einen Pilotkunden für ihr neues Produkt, die WebAPI Mobile Extension. Daher wurde Zapf im Dezember mit zwei Entwicklern nach Ravensburg eingeladen. „Was dort gezeigt werden konnte, hat uns begeistert“, so Quindt.
PKS stellte einen Prototyp her und konnte die Zapf-Anwendung auf einem Tablet voll funktional präsentieren. Dazu war die Windows-Oberfläche in eine HTML5/CSS3-Oberfläche transformiert worden – und zwar voll automatisiert. Die Bayreuther waren überrascht – ließ sich doch die gesamte Anwendung auf einem iPad bedienen. „Wir haben im Workshop selbst Haptik und Bedienbarkeit auf unseren iPads ausprobiert“, zeigt sich Quindt schon nach dem ersten Eindruck „sehr zufrieden“. Diese Version wurde deshalb bereits am nächsten Tag bei Zapf installiert und dem Vertriebsteam vorgestellt – und auch dort gab es positive Reaktionen.
Daher wird nun der native Mobile-Look definiert und umgesetzt: DDS-Elemente (Subfiles, Windows-Komponenten etc.) werden dazu analysiert und ein Mapping für mögliche „mobile Widgets“ am Beispiel des Dojo/Jquery-Frameworks definiert, denn die Bestandsanwendung komplett neu zu entwickeln, wäre für den EDV-Leiter ein hoffnungsloses Unterfangen.
„Wir wollen nicht kurzfristig Know-how in der App-Entwicklung aufbauen“, betont Quindt. „So schnell, wie sich die mobilen Devices derzeit noch verändern, kämen wir da gar nicht hinterher. Daher ist der Ansatz der WebAPI Mobile Extension ideal, unser RPG-Kernsystem als stabile Basis weiter zu nutzen und trotzdem am Puls der Zeit zu ticken.“ Die Implementierung sei schnell, erfordere wenig Personal und benötige kein Know-how in der App-Programmierung.
Bildquelle: Zapf