Das Mapping von Geschäftsprozessen und IT/IS ermöglicht die Cockpitsicht auf das Wesentliche
Jeder Hersteller liefert seine Expertentools, mit deren Hilfe sich einzelne Inseln gut überwachen und konfigurieren lassen. Für die Steuerung ist es jedoch sinnvoll, wie im Autocockpit alle wichtigen Bereiche gleichzeitig im Blick zu haben. Dessen Funktion übernimmt in der IT ein Umbrella-Monitoring, das Status- und Leistungsindikatoren der heterogenen IT-Welt erfassen und einheitlich darstellen kann.
Entscheidend dabei ist, dass dieses System nicht nur die üblichen Standards (SNMP, Trap, CIM, WMI) beherrscht, sondern auch direkt in die Applikationen (SQL-Abfragen der Datenbank, Java-Applikationsserver oder SAP) „hineinschauen“ kann. Nur so kann eine einheitliche Gesamtansicht erzeugt werden.
Die Sprache der Nutzer
Selbstverständlich kann ein übergreifendes System nicht für jedes Gerät oder jede Applikation das Expertentool ersetzen. Ein Umbrella-Monitoring ist aber in der Lage, Expertentools für Systeme wie iSeries oder SAP anzubinden, um ein erweitertes Monitoring zu realisieren. Das Umbrella-System ist die Basis für ein proaktives Management der IT-Umgebung. Das Autocockpit zeigt für den Fahrer verständliche Informationen an: Motorsteuerung und nicht Lambdasonde defekt. Anschließend lokalisiert die Werkstatt mittels Diagnosegerät den genauen Fehler.
Das Umbrella-Monitoring ist mit dem Diagnosestecker vergleichbar. Um eine für die Nutzer verständliche Meldung zu erzeugen, muss die IT-Umgebung mit den Geschäftsprozessen des Unternehmens verbunden werden. Es müssen geschäftsfokussierte IT-Dienste (siehe Grafik) etabliert werden, die:
Mobile Monitoring-Apps gibt es für nahezu jede Branche – als intelligente Lösungen, die für mehr Transparenz, Flexibilität, Effizienz und Produktivität bei der Nutzung IT-gestützter Geschäftsprozesse sorgen. Anwender haben unabhängig von Zeit und Ort Zugriff auf alle benötigten Informationen zur Verfügbarkeit ihrer relevanten IT-Ressourcen. Nutzer und insbesondere Entscheider erhalten einen besseren Zugang zur IT. Die Qualität der Kommunikation wird gesteigert, die Verhandlung über Service Level wird dadurch erst möglich.
Geschäftsprozessfokussiertes IT-Management ermöglicht zudem die schnelle Analyse von Ursachen und Auswirkungen einer Störung. Das ist in Planungsprozessen, aber vor allem beim Change-Management sehr nützlich, denn schnellere, bessere Entscheidungen haben weniger Störungen und Eskalationen zur Folge. Am Ende stehen eine höhere Nutzerzufriedenheit und um bis zu 20 Prozent reduzierte Betriebskosten.
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Bildquelle: Keos