Die Cebit 2015 findet vom 16. bis zum 20. März in Hannover statt.
Das diesjährige Cebit-Motto „D!conomy“ benennt eine der derzeit größten Herausforderungen, aber auch die Chancen, vor der Wirtschaft und Gesellschaft stehen. „Es geht darum, die umfassende digitale Transformation zur D!conomy aktiv zu gestalten“, so Prof. Dieter Kempf, Präsident Branchenverbandes Bitkom. Nach einer Umfrage seien zwei Drittel der Bundesbürger überzeugt, dass die Digitalisierung alles in allem mehr Chancen als Risiken birgt.
Auch die Stimmung in der Digitalwirtschaft war wenige Wochen vor dem Messebeginn ausgesprochen gut. Acht von zehn Unternehmen (79 Prozent) erwarten gemäß der aktuellen Konjunkturumfrage des Bitkom in den kommenden sechs Monaten steigende Umsätze. Besonders positiv gestimmt sind IT-Dienstleister und Software-Anbieter, von denen 86 bzw. 84 Prozent mit mehr Umsatz rechnen. Die insgesamt guten Geschäftserwartungen in der Branche knüpfen nahtlos an die günstige Entwicklung im zweiten Halbjahr 2014 an.
Aus diesem Rückenwind hoffen die Messe-macher mit ihrer „neuen Cebit“ ebenso Kapital zu schlagen wie aus der Neuausrichtung im vergangenen Jahr. Die kommt bei vielen Ausstellern gut an: Manche vergrößern ihre Stände, andere kehren nach Jahren Abwesenheit wieder auf die Messe zurück oder nehmen erstmals überhaupt teil.
Konica Minolta wieder da
Nach der Rückkehr von Kyocera im letzten Jahr haben sich weitere Hersteller mit eigener Fläche zurückgemeldet: Nach neun Jahren als Mitaussteller ist Konica Minolta (Halle 3) wieder mit eigenem Messestand vertreten – im Angebotsschwerpunkt „ECM, Input/Output Solutions“ (siehe Artikel Seite 13). Weitere „Rückkehrer“ sind z.B. Alcatel-Lucent Enterprise, Amazon Webservices, Rittal oder Schneider Electric. Aussteller, die ihre Stände im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut haben, sind z.B. Samsung, Huawei, Intel, HP und ZTE. VW und RWE engagieren sich bei Scale 11 als Industriepartner – und der Elektroauto-Pionier Tesla stellt erstmals im Bereich IT Enables in der Halle 12 aus.
Mobil- und Cloud-Technologien von Microsoft
Wie gewohnt in Halle 4 findet man Microsoft. Der Softwareriese präsentiert „produktive Lösungen für den Wettbewerb von morgen“. Mobil-und Cloud-Technologien sowohl für smarte Infrastrukturen als auch als Treiber für innovative Produkte, Services und Geschäftsmodelle stehen im Vordergrund. Unter „mobil“ versteht Microsoft nicht nur den boomenden Smartphone- und Tablet-Markt, sondern auch die vielen „Embedded Devices“ und Sensoren, die die Basis für das Internet der Dinge bilden.
Um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, wesentliche Teile der technischen Infrastruktur für die „Mobile first, Cloud first“-Welt zu stellen, hat sich Microsoft in den vergangenen Monaten auf vielfältige Art geöffnet. Ziel ist es, durch neue strategische Partnerschaften, die konsequente Inter-operabilität mit anderen Plattformen und Systemen und den intensiven Austausch mit Entwicklern und Nutzern die zahllosen Geräte, Apps, Dokumente und Daten dieser Welt in Einklang zu bringen.
Telekom in Halle 4
Ebenfalls in Halle 4 führt die Telekom vor, wie sie den IT-Verantwortlichen den Einstieg in die digitale Welt erleichtern und Prozesse schrittweise umstellen will, etwa durch speziell auf Mittelständler zugeschnittene Digitalisierungspakete. Darunter sind ein Router mit Telefonanlagenfunktionen, eine Machine-to-Machine-Box (M2M), um Maschinen zu steuern und zu überwachen, ein komplett ausgestatteter mobiler Arbeitsplatz mit Cloud-Anwendungen oder ein gemanagter Hotspot für Kunden wie Gastronomiebetriebe, die ihren Gästen einen sicheren, kostenlosen Internetzugang bereitstellen wollen.
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Am Stand A30 in Halle 2 widmet sich Group Business Software der Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Im Mittelpunkt stehen hier die plattformunabhängige Entwicklung von Geschäftsanwendungen und deren nahtlose Integration mit Microsoft Sharepoint und IBM Connections sowie Vertraulichkeit und Datenschutz in der E-Mail-Kommunikation.
Eigene ERP-Area
Die ERP-Area (Halle 5 Stand E04/F04/G16) stellt in diesem Jahr das ERP-Fachforum, den Gemeinschaftsstand „ERP-Park“ und die „Guided Tours“ unter das Motto „D!conomy“. Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ wird die Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorangetrieben, damit alle Akteure – von Mitarbeitern über Maschinen bis hin zur Software-Infrastruktur – miteinander kommunizieren können. Das Rückgrat dieser Kommunikation bilden ERP-Systeme, denn sie definieren und verwalten die „gemeinsame Sprache“ – in Form von Stücklistenpositionen, Artikel- und Kundenstämmen.
Für diejenigen, die sich über die aktuellen Entwicklungen im Softwaremarkt informieren wollen, lohnt sich ein Besuch des ERP-Parks (Halle 5, Stand E04) mit zehn Software-Anbietern (www.erp-park.com). Hier zeigt die Kulmbacher Vlex Software GmbH, wie sich in der IT eine flexible Produktionsumgebung, eine integrierte Systemlandschaft und ein effizientes Datenmanagement miteinander in Einklang bringen lassen. Und die Gus Group adressiert die Datenflut. Sie zeigt erstmals das komplett in ihre ERP-Suite integriertes Business-Intelligence- bzw. BI-Cockpit ihres Partners Cubeware. Mit dieser Lösung lassen sich alle im ERP-System vorhandenen Unternehmensdaten, Daten aus Fremdsystemen sowie Maschinendaten individuell zu Analysen, Planungen und Reportings für strategische und operative Aufgaben nutzen. Ebenfalls neu ist eine Lösung zur Serialisierung, welche die Entstehung, Verwaltung und prozessbezogene Einbindung von Massendaten im Pharma-Bereich abbildet.
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Bildquelle: © Deutsche Messe