25.07.2017 Kräfte für Linux-, Unix- und Open-Source-Software gebündelt

GUUG und Linux Tag fusionieren

Von: Berthold Wesseler

Die beiden Vereine „German Unix User Group“ (GUUG) und Linux Tag fusionieren. Die künftige Organisation behält den Namen GUUG e. V., ist aber Rechtsnachfolger beider Beteiligten. Bestehende Angebote werden fortgeführt, neue Aktivitäten sind in Planung. Der vereinigte Verein hat künftig über 500 persönliche und mehr als 50 Fördermitglieder.

Die Vereine hatten den Zusammenschluss wegen der hohen inhaltlichen und personellen Überdeckung schon länger vorbereitet. Ingo Wichmann, erster Vorsitzender sowohl von GUUG als auch Linux Tag, erläutert die Beweggründe: „Beide Vereine verfolgten ähnliche Ziele. Wir befassen uns mit modularen, offenen IT-Systemen, die ihre Stärke aus der Kombinierbarkeit von erprobten, ingenieursmäßigen Techniken schöpfen. Das trifft sowohl auf Linux- und Open-Source-Software zu wie auf das Erbe der weitverzweigten Unix-Abkömmlinge. Wir bündeln unsere Kräfte, bauen lästige Mehraufwände ab und konzentrieren uns auf unsere inhaltliche Arbeit.“

Die fusionierte Organisation führt die Aktivitäten beider Vereine fort: So entwickelt sie Konferenzen und andere Formate, um offene Systeme unter IT-Professionals, Ingenieuren und Anwendern zu diskutieren. Das betrifft Unix genauso wie Linux und andere Open-Source-Lösungen.

Inhaltlich soll sich wenig ändern

Durch den Zusammenschluss ändere sich inhaltlich nur wenig, erläutert Nils Magnus, der im Vorstand beider Vereine die Fusion vorbereitete: „Den jeweiligen Charakter der beiden Partner behalten wir bei, und die Stärken werfen wir zusammen. Die GUUG besitzt mit rund 500 Mitgliedern eine enorme Kompetenz bei den Themen verteilte Systeme, Netzwerke, Datenspeicherung, Sicherheit sowie neuerdings auch Cloud und digitale Transformation. Der Linux Tag pflegt ein Netzwerk zu über 2.000 Experten aus der Open-Source-Welt und ist erfahren in der Organisation sehr großer Veranstaltungen.“

Die GUUG wurde 1984 in Erlangen gegründet, versammelt professionelle Unix-Anwender und hat bisher die Offenen Systeme, den Linux-Kongress sowie ein gutes Dutzend weiterer Fachkonferenzen organisiert. Der Linux Tag ging 1996 aus einer studentischen Initiative an der Universität Kaiserslautern hervor und gründete sich 1999 als Verein. Seitdem hat er unter dem gleichen Namen 20 Konferenzmessen in Kaiserslautern, Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden und Berlin ausgerichtet, an denen bis zu 20.000 Besucher teilnahmen. Zuletzt war es still geworden um diesen Verein.

Bildquelle: Thinkstock/TongRo Images

©2017 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH