Das Voestalpine Stahl Service Center ist ein Kompetenzzentrum für hochpräzise Zuschnitte von Feinblechen und beschäftigt etwa 320 Mitarbeiter am Hauptsitz Linz und bie Tochterfirmen in Polen und Rumänien; Beteiligungen hält das Unternehmen in Italien und Deutschland.
Die Voestalpine Stahl Service Center GmbH, das Kompetenzzentrum für hochpräzise Zuschnitte von Feinblechen des österreichischen Stahlkonzerns, setzt im operativen Geschäft seit Jahren eine individuelle Softwarelösung auf Basis IBM i und RPG ein, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Diese Anwendung umfasst über 600 Programme mit komplexer Businesslogik und eigenen Datenstrukturen.
Im Rahmen der SAP-Einführung des Mutterkonzerns müssen nun aber viele Datenstrukturen zwischen den beiden Anwendungen abgeglichen und bei Bedarf auch angepasst werden. Um hier eine effiziente und fehlerfreie Projektumsetzung zu ermöglichen, müssen zum einen die SAP-Berater auf Prozess-Ebene einen bestmöglichen Überblick über die Zusammenhänge der Individualsoftware bekommen. Und zum anderen muss das RPG-Entwicklerteam selbst bei notwendigen, teilweise fundamentalen Anpassungen an den Programmen und Datenstrukturen fehlerfrei arbeiten.
Die spannenden Fragen im Vorfeld lauteten: Wie kann es gelingen, den Prozess- und IT-Beratern einen optimalen Überblick über die Zusammenhänge im RPG-System zu ermöglichen? Wie können die nötigen Änderungen am RPG-System möglichst fehlerfrei gehalten werden? Wie kann es gelingen, neue Entwickler für die anstehenden Arbeiten zu finden und rasch produktiv mitarbeiten zu lassen?
Die Antwort fand Christian Huber, IT-Manager beim Stahl Service Center, in der PKS Application Analysis Suite (PAAS) zur Analyse und Visualisierung der RPG-Programme. Genutzt wird PAAS als „Navigationssystem“ mit intuitiver Bedienoberfläche auf Basis RDi/Eclipse und hilft jetzt laut Huber „enorm bei der Integration von RPG und SAP“. Die SAP-Berater können sich mit der PAAS-HTML-Dokumentation ohne RPG-Kenntnisse einen exakten Überblick über die Zusammenhänge der Anwendung verschaffen und somit die Qualität der Prozessintegration absichern. „Eine fehlerfreie Zusammenarbeit von Prozess-Beratern und RPG-Entwicklern ist nur durch PAAS möglich“, glaubt Huber. „Sonst würden diese beiden Personengruppen sich ständig in Missverständen verfangen und unser SAP-Projekt hätte viele kommunikationstechnische Hürden zu überwinden.“
Für die Personalabteilung erleichtert sich die Suche nach neuen Anwendungsentwicklern dank der modernen Entwicklungsumgebung RDi erheblich. Bei den neuen RPG-Entwicklern verkürzt sich durch PAAS die Einarbeitungszeit um 50 Prozent und mehr. Die Einarbeitung der neuen Mitarbeiter und SAP-Berater wird durch PAAS gut unterstützt, da die Zusammenhänge in Grafiken sehr anschaulich dargestellt werden.
„PAAS nutzt uns im betrieblichen Alltag bei der RPG-Entwicklung ebenso wie in der Qualitätssicherung der Projektarbeit“, berichtet Huber. Die erfahrenen RPG-Entwickler können sich hundertprozentig auf die fachlichen Anpassungen im System konzentrieren und diese dank PAAS mit sehr niedrigen Fehlerquoten implementieren. Testaufwände im Projekt werden dadurch um bis zu 75 Prozent reduziert. Eine IT-technische Nachdokumentation für das RPG-System ist auf Knopfdruck jederzeit verfügbar und sichert die Compliance im Konzern ab.