Auch für AS/400-Anwender gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihre bestehende IT um Cloud-Ansätze zu ergänzen bzw. ganz darauf umzusteigen. Doch noch herrscht bei vielen IT-Chefs Unsicherheit bei Cloud-Themen. Diese zu zerstreuen und für Transparenz im Markt zu sorgen, hat sich der Verein Cloud-Ecosystem zum Ziel gesetzt.
Als Königsweg gilt die parallele Nutzung bestehender interner und neuer extern betriebener IT-Lösungen. Dies führt zu einem hybriden IT-Szenario, das – geschickt integriert – den größtmöglichen Nutzen bei entsprechender Risikominimierung schaffen kann.
Hier können wegen Investitionsschutz die Bestandslösungen weiter betrieben, neue Funktionen extern realisiert oder eingekauft sowie sicherheits- bzw. Compliance-relevante Daten in einer zuverlässigen Bereitstellungsvariante verarbeitet werden, d.h. entweder im privaten RZ oder auch in einer Shared- oder gar Public-Cloud-Variante.
Eine Private Cloud funktioniert im Grunde nach dem gleichen Prinzip wie eine klassische AS/400-Landschaft: ein optimiertes und voll integriertes System, nur eben basierend auf Standard-Cloud-Technologien. Verschiedene Hersteller bieten heute solche Private-Cloud-Boxen an, von Oracle (Exadata) über Citrix und Cisco bis hin zu IBM selbst mit den Pure Systems. Damit können AS/400-Anwender ihr bisher gepflegtes Prinzip – ein voll integriertes System, in dem Datenbank, Betriebssystem, Anwendung und Hardware eng ineinander greifen – in einer nun Cloud-Architektur weiter betreiben. Auf dem zweiten, „weichen“ Weg würde die etablierte AS/400 weiterbetrieben und mittels Cloud-Integration und automatisierter Provisionierungswerkzeuge langsam in Richtung einer offenen Private-Cloud-Architektur übertragen – spätere Migration zur Private Cloud in a Box nicht ausgeschlossen.
Welchen Weg er auch beschreitet: Für den AS/400-Nutzer ist die Cloud interessant, weil er damit Angebote nutzen kann, die es bisher nur für offene Windows-/Unix-Plattformen, nicht aber für die eigene Host-Welt gibt. Er ist damit nicht mehr darauf angewiesen, nur solche Software einzusetzen, die für die AS/400 existiert, oder notfalls parallel weitere Plattformen zu betreiben. Durch die Cloud schafft er sich eine hybride Situation, in der er sein bestehendes System über MQSeries um beliebige offene Anwendungen ergänzt, die er nun aus der Cloud bezieht.
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*Unser Autor Wolfgang Schmidt ist Vorstandsmitglied des Cloud-Netzwerks Cloud-Ecosystem e.V. und Geschäftsführer der X-Integrate GmbH