Lenovo, erst seit 2008 mit Thinkservern aktiv und seither zur Nr. 6 im Servermarkt avanciert, hat sich mit der Übernahme für 2,1 Mrd. Dollar einen Platz nach HP und Dell unter den Top 3 im Markt für x86-Server gesichert. Der wird auf ein jährliches Volumen von rund 42 Mrd. Dollar weltweit geschätzt; immerhin wird der IBM-Umsatz in diesem Markt auf 4,7 Mrd. Dollar im Jahr 2013 taxiert.
In Europa zog sich der Abschluss der Übernahme hin, haben hier doch immerhin 1.000 der weltweit 7.500 IBM-Mitarbeiter den Arbeitgeber gewechselt. Am Jahres-beginn sei die Integration der x86-Serversparte jedoch abgeschlossen, teilte Lenovo mit. Für Kunden und Partner werde es so gut wie keine Änderungen geben. Denn auch die Distributoren Avnet und Tech Data, ohnehin schon vor der Übernahme mit beiden Herstellern im Geschäft, -bleiben an Bord.
IBM und Lenovo haben im Zuge des Deals eine Allianz formiert, wobei Lenovo als Original Equipment Manufacturer (OEM) für IBM fungieren und auch Storage- und Softwareprodukte der IBM anbietet. Außerdem hat Lenovo die x86-basierten Pure- und Flex-Systeme sowie Blade Center übernommen, während die Power- und Hybridsysteme weiter bei IBM erhältlich sind. Die Weiterentwicklung von Pure haben sich beide Hersteller gemeinsam auf die Fahnen geschrieben. Einhergehend mit dem Verkauf des System-x-Geschäftes an Lenovo hat der Distributor Tech Data seinen IBM-Bereich bei der TD Azlan neu strukturiert, um zusammen mit den Herstellern das Lösungs-geschäft in den Segmenten Big Data, Cloud Computing, Mobile Enterprise, Security und Industrie 4.0 voranzutreiben. Dieser Geschäftsbereich besteht nun aus einer IBM-Hardware-Unit, einer IBM-Software-Unit sowie der Lenovo-Business -Unit.
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