Mark Loughridge, Chief Financial Officer der IBM
Im Hardware-Geschäft schrumpfen Umsätze und Margen
Mit den Power Systems wurden erneut Marktanteile gewonnen
Stagnierende IBM-Geschäfte in Europa
Der Umsatz der Hardware-Sparte Systems and Technology Group (STG) ging wie erwartet zurück - um 9 Prozent auf 4,3 Mrd. Dollar. Der Vorsteuergewinn der STG sank um 40 Prozent auf 159 Mio. Dollar; im ersten Quartal hatte IBM mit Hardware noch rote Zahlen geschrieben.
Als Ursache für das rückläufige Hardware-Geschäft werden Produktzyklen genannt; das gilt auch für die Power Systems, für die im Herbst der verbesserte Prozessor Power7+ erwartet wird. Insgesamt meldet IBM für die Power Systems aber den Gewinn von Marktanteilen, auch wenn der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent abnahm.
Bei konstanten Wechselkursen wäre der STG-Umsatz im 2. Quartal nur um 4 Prozent gesunken. Als Grund für die mit den Power Systems gewonnenen Marktanteile nannte Mark Loughridge, der Finanzchef der IBM, den anhaltenden Erfolg mit „competitive displacements“. Es habe im zweiten Quartal 2012 mehr als 320 Ablösungen von Systemen anderer Hersteller gegebenen, in erster Linie von HP- und Oracle/Sun-Produkten.
Wechselkurseinflüsse senkten den Gesamtumsatz nach IBM-Berechnungen um annähernd 1 Mrd. Euro. Der Umsatz in der Region EMEA- Europa, Mittlerer Osten und Afrika – stagnierte in lokaler Währung, schrumpfte aber in Dollar bemessen um 9 Prozent auf 7,9 Mrd. Dollar. Wie Loughridge konstatierte, stagnierte der Umsatz in Deutschland im 2. Quartal erneut, im dritten Quartal in Folge. Lobend erwähnte er Großbritannien und Spanien, wo IBM das elfte bzw. siebte Quartal in Folge Wachstum erzielte. Dieses Wachstum wurde vom Schwächeln der IBM in Ländern wie Frankreich und Italien wieder aufgezehrt. Übrigens hatte IBM Ende Juni 11,2 Mrd. Dollar Cash in der Kasse.
Bildquelle: IBM