Mit dem Software-Upgrade konnte der Zulieferer Lydall Gerhardi das neue Logistikkonzept von Audi/Volkswagen rasch umsetzen.
Die Lydall Gerhardi GmbH produziert überwiegend Aluminiumhitzeschilder und geräuschabsorbierende Komponenten für nahezu alle europäischen Automobilhersteller. Produktion, Warenwirtschaft und Logistik werden schon lange von der Infor-Software unterstützt, die 1981 unter dem Namen XPPS von Rembold + Holzer (später Brain) für die Zulieferindustrie und insbesondere die Automobilbranche entwickelt worden war.
In nur knapp drei Monaten inklusive Test- und Modifikationsphasen hob Lydall Gerhardi an seinen Standorten in Deutschland und China die Vorgängerversion auf das aktuelle Release Xpert 5 an. Ausschlaggebend für dieses Upgrade war ein neues Logistikkonzept von Audi und Volkswagen, das die neue Lösung bereits im Standard abbildet. Die grundlegend überarbeitete Datenbankstruktur und das dazugehörige neue Transaktionsmodell für Lagerbuchungen und integrierte Lagerverwaltung vereinfachen Behältermanagement und Versand.
„Wir haben den Zeitdruck gespürt, das neue Logistikkonzept von Audi/Volkswagen umzusetzen”, so Jürgen Schmidt, IT-Leiter bei Lydall Gerhardi. „Im EDI-Bereich hätten wir in der vorherigen Version zu viele Bereiche anpassen und ändern müssen, die Xpert 5 nun von vornherein mitliefert.” Außerdem können die Mitarbeiter nun in einem zentralen Lagerbuchungsprogramm die Bestände direkt einsehen – und daher „in Behälter-Schemen denken“ und so effizienter um- oder neu packen.
In enger Zusammenarbeit mit Infor wurden allein für Lagerbuchungsthemen aus 600 möglichen Buchungsabläufen die wichtigsten herausgesucht. In der anschließenden Online-Schulung wurden die Abläufe gleich getestet. Wichtig war für Schmidt auch die Verbesserung des Printservers, der jetzt größere Flexibilität für den Druck einzelner Labels erlaubt. Zudem lässt sich frei definieren, welche Art von Belegen je nach Auftrag bei der Zu- oder Auslagerung generiert werden.
„Der Standard war im Vorfeld bereits so gut getestet, dass wir kaum noch auf Fehler gestoßen sind”, ist Schmidt zufrieden. Inzwischen arbeiten bei Lydall Gerhardi rund 70 Mitarbeiter in einem Dreischicht-System mit Xpert 5. Die Akzeptanz in der Belegschaft ist hoch – und bestätigt die bewusste Entscheidung des IT-Leiters gegen den Lydall-Konzernstandard Oracle: „Für uns als reiner Automobilzulieferer ist die Nähe von Infor zu den OEMs ein entscheidendes Argument.”
Bildquelle: Volkswagen AG