Kommentar von Robert Engel, dem Geschäftsführer der Raz-Lee Security GmbH
Wer definiert denn „genug“ und entscheidet über die Note? Doch nicht der Schüler, der die Arbeit abgibt – sprich nicht die IT-Abteilung, die das System betreibt! Wer wirklich wissen will, ob die Sicherheit seiner Power-i-Systeme wirklich nur ausreichend oder vielleicht doch sehr gut ist, dem empfehle ich ein Sicherheitsaudit. Das Ergebnis ist die Note vom Fachmann; IBM z.B. hat mit Thomas Barlen einen der begehrten Spezialisten für solche Audits in den eigenen Reihen.
Zum Einstieg reicht ein Assessment. Meistens kostenlos erhältlich, bietet es eine schnelle Möglichkeit, wichtige Sicherheitsparameter des Systems mit definierten Vorgaben zu vergleichen. Das Ergebnis ist eine Bewertung der Sicherheit, bezogen auf eine Vielzahl von Referenzwerten. Ein Assessment kann die Ausgangsbasis für weitere Maßnahmen sein, wird doch in vielen Fällen klar, dass es mit der Sicherheit der analysierten Systeme nicht zum Besten steht. Wer weiß, was im Bereich der Sicherheit nicht passt, kann geeignete Maßnahmen zur Verbesserung ergreifen. Ein Mehr an Sicherheit für Power-i-Systeme bringt das Anpassen sicherheitsrelevanter Systemwerte. Das ist eine einfache Maßnahme, bei der Standards von IBM vorgegeben werden. Daneben hilft die Beschneidung ausufernder Sonderberechtigungen, Kennworte und Benutzerklassen in User-Profilen.
Schwieriger wird es dann, mit Bordmitteln detailliert die nötige Sicherheit für die Zugriffe aus dem Netzwerk einzustellen oder transparent auf Auditinformationen zuzugreifen. Hierfür bieten sich Sicherheitsprodukte von spezialisierten Anbietern an. In andere Bereiche, wie den Schutz der Dateien im Integrierten Dateisystem (IFS), hat IBM sich nur am Rande vorgewagt – und das Entwickeln von Anwendungen dazu komplett Drittanbietern überlassen. IBM i gehört zwar zu den sichersten IT-Systemen am Markt, doch gravierende Veränderungen in der IT haben ihre Auswirkungen; den neuen Risiken gilt es mit Regeln und Lösungen zu begegnen.