Die Oracle-Zentrale in Redwood Shores
Die Alternativen zu IBM i beim Middleware-Stack für das ERP-System JD Edwards Enterprise One
Die AS/400-Lösung JD Edwards Enterprise World ist nicht betroffen, da sie nicht auf den „Blue Stack“, sondern auf DB2 for i aufsetzt. Die Abkündigung betrifft nur E1 und dort auch nur den Support; als Betriebsplattform für E1 wird der „Blue Stack“ auch weiterhin unterstützt; übrigens ist auch E1 (wie World) nach wie vor auf der Plattform IBM i einsetzbar.
Neben beiden populären Stack-Varianten „Red“ (lupenrein Oracle) und „Blue“ (lupenrein IBM) findet man als Betriebsplattformen seltener die gemischten Stacks „Purpur“ (Oracle/IBM) und „Grün“ (Oracle- oder IBM-Applikationsserver auf Microsoft-Datenbanken). Eines hat die Oracle-Entscheidung zur Folge: JDE-Anwender mit „Blue Stack“, die weiterhin einen Wartungsvertrag dafür wollen, müssen ab Oktober den Support bei IBM, einem Systemhaus oder bei einer Fremdwartungsfirma wie Rimini Street oder Spinnaker Support einkaufen.
Fremdwartungsfirmen bieten zusätzlich auch JDE-Support an, so dass hier weiterhin Support „aus einer Hand“ erhältlich ist. Alternativ ist natürlich auch der Betrieb in Eigenregie oder Wechsel auf den „Red Stack“ möglich, der aber teuer und nicht immer möglich ist, wenn andere IT-Systeme, die neben JDE laufen, auf einen „Blue Stack“ angewiesen sind. Experten schätzen allein die Lizenzkosten für den Wechsel auf einen Betrag zwischen 200.000 und 1 Mio. Euro, je nach IT-Konfiguration.
Bildquelle: Oracle / Smartbridge