Smart Kita soll vorhandene „Kita-Portal“ nicht ablösen, sondern sich in den Internetauftritt der Kommune und/oder der Träger integrieren.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe entwarf das Systemhaus die neue Software Smart Kita. Sie soll Platzsuche und -vergabe vereinfachen und dabei die von der Bundesregierung beschlossenen Anforderungen zur Betreuungsgarantie unterstützen. Ziel ist nicht ein vorhandenes „Kita-Portal“ abzulösen, sondern sich in den Internetauftritt der Kommune und/oder der Träger zu integrieren
Sowohl Eltern, Träger als auch Verwaltungsangestellte der Stadt erhalten so jederzeit Zugriff auf aktuelle Daten. „Nutzer greifen einfach über das Web-Portal der Stadt auf einen zentral verwalteten Datenstamm zu“, sagt Matthias Kohlhardt, Geschäftsbereichsleiter Software-Lösungen bei Profi. „Die Navigation ist selbsterklärend und unkompliziert gestaltet.“
Eltern informieren sich über die Einrichtungen ihre Kommune und wählen anhand verschiedener Suchkriterien wie Betreuungsangebot, pädagogisches Konzept oder Umkreissuche ihre Favoriten aus. Anschließend legen sie einen Benutzer-Account an und merken ihre Kinder dort vor. Eltern informieren sich jederzeit über den aktuellen Status ihrer Bewerbung und werden zusätzlich per E-Mail jeweils auf den neuesten Stand gebracht.
Vergibt die Kita-Leitung einen Platz und die Eltern nehmen diesen an, löscht Smart Kita automatisch Mehrfachanmeldungen. Diese Plätze sind nicht mehr vorgemerkt, wodurch sich die Wartezeiten für andere Eltern verkürzen. Diese Zentralisierung aller Anmeldeprozesse für Kita-Plätze bedeutet für Behörden und Träger von effizienteren Planungs- und Meldeprozessen.
Die Vergabe obliegt den Einrichtungen. Diese profitieren von Auswertungen und Berichten, die etwa Übersichten über aktuelle Stände bereitstellen wie zum Beispiel tagesaktuelle Listen zu freien Plätzen.
Die Software ist laut Kohlhardt in jeder Stadt oder Gemeinde einsetzbar. Gewichtungsfaktoren, wie etwa der Migrationshintergrund, lassen sich in individuellen Reports und Auswertungen einbringen. Es gebe auch die Möglichkeit, Daten auszutauschen – wenn beispielsweise eine Einrichtung oder ein Träger bereits eine eigene Verwaltungssoftware nutzt oder eine Anbindung an weitere Ämter oder Behörden wie das Statistikamt gewünscht ist. Da es sich um eine Webapplikation handelt, wird außer einem PC oder einem Tablet mit Internetzugang nichts weiter benötigt.
„Die Lizenzkosten für die Behörde liegen unter einem Euro pro Platz im Monat“, erklärt Kohlhardt. In Gesprächen beleuchte man auch individuell, wie Smart Kita in die IT-Infrastruktur integriert werden kann – und wie sich Einrichtungen und Träger einbinden lassen. Im Rahmen des Entwicklungsprojekts wurde die Software mit den Fachämtern der Stadt Karlsruhe und den dortigen Trägern in einem sogenannten agilen Entwicklungsverfahren konzipiert.
Bildquelle: Profi Engineering Systems AG