Bitkom-Präsident Thorsten Dirks will den Informationsaustausch zwischen Wirtschaft und Behörden verbessern
Mit Industrie 4.0 und dem „Internet of things“ rücken auch Risiken für Unternehmen wie der Know-how-Abfluss durch Spionage oder Sabotage in den Fokus. Durch gemeinsame Angebote zum Wirtschaftsschutz wollen BfV und Bitkom insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dafür sensibilisieren.
Mittelständler sind mit ihren innovativen Produkten und kreativen Dienstleistungen die Stütze der deutschen Wirtschaft. Andererseits verfügen sie nach Erkenntnissen des BfV häufig nicht über die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihres Know-hows.
Spionage und Konkurrenzausspähung gefährdet laut BfV-Präsident Dr. Hans-Georg Maaßen besonders kleinere Unternehmen: „Durch die Digitalisierung bieten sich Angreifern zusätzliche Möglichkeiten, sich unbemerkt in Firmen-Netze zu schleichen.“ Gemeinsam mit dem Bitkom wolle man daher einen Beitrag zum Know-how- Schutz und der Sabotageprävention leisten.
„Wir müssen es gemeinsam schaffen, der Professionalisierung, Internationalisierung und Industrialisierung von Computerkriminalität und Wirtschaftsspionage Einhalt zu gebieten“, erklärte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. „Dafür muss der Informationsaustausch zwischen Wirtschaft und Behörden weiter verbessert werden. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen müssen noch besser über entsprechende Sicherheitskonzepte informiert werden.
Sehr wichtig ist für Dirks die Einbeziehung der Mitarbeiter in die Sicherheitskultur der Unternehmen, denn bei jedem zweiten Sicherheitsvorfall seien deren eigene Mitarbeiter involviert. Zufriedene und beim Thema Sicherheit gut informierte Mitarbeiter seien der beste Schutz gegen Angriffe auf ein Unternehmen.“