R2C-Service: Bewährte Software nachhaltig modernisieren

Kristallklare Strukturen

Warum sind vielerorts noch klassische Green-Screen-Anwendungen im Einsatz? Weil sie zuverlässig und performant genau das tun, was sie sollen: Einen oder mehrere Geschäftsprozesse effizient unterstützen. Dennoch werden diese Anwendungen immer wieder in Frage gestellt. Sei es, weil es beim mobilen Einsatz oder bei der Office-Integration hapert, sei es, weil Änderungen oder neue Schnittstellen notwendig werden.

„In solchen Fällen wird es höchste Zeit für eine Software-Modernisierung“, sagt Werner Vollmer, Geschäftsführer der i-System GmbH. „Damit meine ich nicht ein oberflächliches ‚Aufhübschen‘ der Bildschirmmasken, sondern eine grundlegende Erneuerung und Homogenisierung der Anwendungen, die Verbesserung der Code-Qualität und eine insgesamt übersichtliche Gestaltung der Geschäftslogik.“

Dazu wird mit den Tools der i-System GmbH halbautomatisch aus den vorhandenen RPG-Programmen moderner C#-Code erzeugt. C# ist eine zukunftsorientierte Programmiersprache, die in der Windows-Welt sehr populär ist. Vollmer nennt dieses Vorgehen „Software-Modernisierung im R2C-Service“ (siehe DV-Dialog 3-4/2017, Seite 23). Dabei reduziert die Beibehaltung der internen Programmlogik – im Vergleich zu Neu-Programmierung – die notwendigen Tests der entstehenden C#-Programme auf ein Minimum.

DB2/400 bleibt die zentrale Datenbank

Ergebnis der Migration sind Windows-basierte Client/Server-Programme, die weiter auf die vorhandene Datenbank DB2/400 zugreifen, zusätzlich aber auch andere Datenbanken und Dateisysteme einbinden können. Als weitere Vorteile nennt Vollmer: Die organisatorischen Abläufe können 1:1 beibehalten werden, es gibt durch die Modernisierung keinerlei Störungen im laufenden Betrieb und die neue Oberfläche hat Look&Feel von Windows, das jedem User heute geläufig sein sollte. Funktionen aus der Windows-Welt, wie etwa Sort und Select aus Office, werden bei der Migration automatisch der Anwendungslogik hinzugefügt.
Die erzeugten C#-Programme sind dann relativ einfach erweiterbar, etwa um das automatische Erzeugen von z.B. Word-Dokumenten mit Übergabe von Datenbank-Feldern oder um den Zugriff auf Dokumente (Word, Excel, PDF, JPG, usw.), Mail-Ausgang oder die Webseiten-Einblendung (z. B. Google-Maps).

Voraussetzung für den R2C-Service: Die RPG- und CL-Quellen müssen möglichst vollständig vorhanden sein. „Mini-Programme können auch durch eines unserer Tools neu generiert werden“, so Vollmer.„Ein modularer Aufbau des RPG-Programmes ist nicht zwangsweise Voraussetzung, aber von Vorteil. Denn die Migration läuft nicht vollautomatisch ab. Bei den manuell hinzugefügten Ergänzungen kommen unsere über 30-jährige Erfahrung im AS/400-Bereich und die über zehnjährige Erfahrung in der Microsoft-Programmentwicklung zum Tragen. Sogar Programme von der /36 können nach C# migriert werden, auch wenn hier etwas  mehr Eingriffe notwendig sind.“

Echte Software-Modernisierung

Bei dieser Art der Modernisierung ist statt riskanter „Big-Bang“-Ansätze das schrittweise Vorgehen möglich – etwa abteilungsweise, Programm für Programm oder Projekt-bezogen. Noch nicht migrierte RPG-Programme können weiter benutzt werden – und arbeiten wie gewohnt mit den neuen Windows-Anwendungen zusammen. Batch-Abläufe bleiben erhalten, werden aber jetzt im neuen C#-Programm angestoßen und kontrolliert. Auch die Druckprogramme werden 1:1 beibehalten, ebenso die Journalisierung bestehender Tabellen.

„Dies ist eine echte Software-Modernisierung“, positioniert sich Vollmer als Gegenpol zur riskanten und kostspieligen Neueinführung einer komplexen ERP-Software . „Der Grund ist einfach: Es entsteht kristallklarer C#-Code. Und es ist nicht schwer Fachleute zu finden, die die migrierten Programme lesen, pflegen und weiter entwickeln. Der Kunde ist daher nach der Migration keinesfalls von uns abhängig. Doch natürlich können wir ihm auch eine schnelle und preiswerte Weiterentwicklung gewährleisten.

Denn oft ist es in der Praxis so, plaudert Software-Experte Vollmer „aus dem Nähkästchen“: Nach einem ersten Versuchsprojekt mit einer kleinen Teilanwendung sei der Kunde überzeugt von der neuen Oberfläche, den ergänzten Funktionen und der einfachen Bedienbarkeit – und frage über kurz oder lang nach der Umstellung der kompletten Anwendung. „Dann erstellen wir ein Umstellungsangebot in einem festen Kostenrahmen!“ Damit bleibe das Risiko gering – und das Budget überschaubar. Die Kosten könnten zudem dank der schrittweisen Migration ohne weiteres zeitlich gestreckt werden.

Bildquelle: Thinkstock /iStock

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