Eisbär Eis produziert im Sommer täglich im 3-Schicht-Betrieb mehr als drei Millionen Portionen Eis.
Sandwich-Eis aus Apensen
Die Eisproduzenten am Rande des „Alten Landes“ bewahren auch in den turbulenten Sommermonaten einen kühlen Kopf. Dann werden täglich im 3-Schicht-Betrieb mehr als drei Millionen Portionen Eis produziert – vom Eis am Stiel über Törtchen und Sandwichs bis hin zu Minitüten.
Weil die Nachfrage steigt, wurde das Werk 2015/2016 um eine Produktionslinie erweitert. „Damit können wir nun 15 Prozent mehr Eis produzieren“, erläutert Werksleiter Andreas Starck. „Folglich mussten wir die Lager- und Umschlagkapazitäten daran anpassen und die Intralogistik erweitern.“
Bereits im Jahr 2008 war ein vollautomatisches Tiefkühl-Hochregallager errichtet worden, dessen Kapazität 2012 auf 14.000 artikelreine Vollpaletten aufgestockt wurde. Dazu wurde das Lager spiegelbildlich verdoppelt und so auf eine Fläche von 88 m x 33 m x 32 m (LxBxH) gebracht. Bei saisonaler Vollproduktion in den heißen Sommermonaten lassen sich in dieser „Tiefkühltruhe“ bei -28°C bis zu 100 Millionen Eisportionen vorhalten.
Pro Tag werden bis zu 1.100 Paletten im 1,5-Schicht-System ein- bzw. ausgelagert. Prostore steuert hier – wie auch für die übrigen Lagerbereiche – das Versandpufferlager und das staplerunterstützte Verschieberegallager – die gesamte Lagerverwaltung einschließlich der Versandabwicklung der Fertigware. Dazu gehört die Kommunikation mit dem ERP-System und den unterlagerten Steuerungen der automatischen Fördertechnik sowie der Regalbediengeräte.
Das Versandpufferlager besteht aus zwei getrennten Tourenbereitstellbereichen sowie einer Expressauslagerstrecke. Insgesamt handelt es sich um 15 Auslagerbahnen, wobei die mittlere Expressbahn als Durchschleusstrecke dient. Die Verwaltung der übrigen 14 Pufferbahnen mit jeweils fünf Stellplätzen erfolgt tourenrein.
In Abhängigkeit von der Palettenanzahl pro Tour lassen sich bis zu 14 Touren zwischenlagern. Im Versandpuffer kann sich so Ware für zwei komplette Lkw-Züge befinden. Sollte ein Auftrag kurzfristig abzuwickeln sein oder ein Lkw früher als geplant eintreffen, erfolgt die Bereitstellung über die separate Expressstrecke. „Auf diese Weise sind wir bei der Versandabwicklung sehr schnell, bleiben aber immer flexibel“, erläutert Andreas Starck.
Prostore stellt die Touren nach Übernahme der Versandaufträge aus dem ERP-System selbstständig zusammen, so Starck: „An der Versandbereitstellung haben wir physisch nichts verändert. Allerdings wurde in diesem Bereich die Software angepasst und auf den neuesten Stand gebracht.“
Auch beim Palettieren legt Eisbär Eis Wert auf Automatisierung. Um den Palettierer mit einem Durchsatz von zehn bis zwölf Paletten pro Stunde in der neuen Produktionshalle bei Bedarf mit Leerpaletten zu versorgen, werden Palettenstapel im Kreisel der neuen Fördertechnik vorgehalten. Prostore regelt die Nachschubsteuerung über den integrierten Materialflussrechner und stellt bei Anforderung aus der Produktion entweder Leerpaletten aus dem Kreisel des Tiefkühllagers oder der Produktion selbst zur Verfügung.
Genauso besteht die Möglichkeit, Restpaletten, die automatisch im Tiefkühllager eingelagert werden, über die Fördertechnik für ein Aufpacken von weiterer Ware wieder der Produktion bzw. dem Palettierer zuzuführen. Das Gleiche gilt für Fertigware aus dem Lager, die vor dem Versand konfektioniert werden muss. Die Einlagerungen erfolgen staplerunterstützt, die Datenübertragung findet über ein WLAN-Funksystem mit Hand- und Staplerterminals statt. Neben vollständigen Transporteinheiten werden auch Restpaletten eingelagert.
„Bereits vor der Erweiterung unserer Produktions- und Lagerkapazitäten haben wir mit Prostore gute Erfahrungen gemacht“, so Stark. „Mit dem Umstieg auf das neueste Release können wir die umgesetzten Neuerungen wie z. B. eine verbesserte Dialoggestaltung in Bezug auf Personalisierbarkeit, kontextorientierte Funktionalitäten und benutzerspezifische Konfigurationen von Aufgaben in vollem Umfang nutzen.“
Bildquelle: Eisbär Eis